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Für die Kinder aus Ploiesti

Ploiesti -  Die Dornbirnerin Sonja Hiller engagierte sich ein Jahr lang ehrenamtlich für das Sporschill-Projekt in Rumänien.

Eigentlich wollte Sonja Hiller Lebensmitteltechnologin werden. In Wien schloss die 23-jährige Dornbirnerin im Vorjahr ihr Bachelorstudium ab. „Ich wollte nicht nur noch im Labor stehen. Ich habe mir gedacht: Das kann nicht alles sein“, sagt sie. Sie wollte noch ein neues Land entdecken, eine neue Sprache lernen und etwas Soziales machen. Im Radio hörte Hiller einen Vortrag von Pater Georg Sporschill über seine Projekte in Rumänien. „Ich habe dann gleich ein paar ehemalige Volontäre in Wien getroffen, die schon in Rumänien mitgeholfen haben“, erzählt Hiller. „Mit funkelnden Augen haben sie von ihren Erlebnissen gesprochen.“ Ab dem Zeitpunkt war die Entscheidung getroffen: Sie kümmert sich als Volontärin ein Jahr lang in Rumänien um die Straßenkinder des Sozialprojekts des Vorarlberger Paters Georg Sporschill.

Schritt für Schritt
Im September packte sie die Koffer. Erst absolvierte Hiller zwei Monate lang in Bukarest einen Sprachkurs zur Vorbereitung. Parallel half sie schon in einem Kinderhaus in der Hauptstadt mit: „Schritt für Schritt lernte ich so mehr über die Sprache, das Land, die Kultur und die Kinder.“ Seit November ist sie nun hier in Ploiesti, etwa 60 Kilometer von Bukarest enfernt, in der „Stadt der Kinder“. Sie kümmert sich gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern und Ehrenamtlichen um über 90 Straßen- und Waisenkinder. Sie lebt mit einem knappen Dutzend Kindern gemeinsam im Haus Abraham, einem der vier Häuser. „Wir spielen, essen, räumen auf. Erziehungsaufgaben muss man natürlich auch übernehmen“, erwähnt die junge Frau. Nicht immer sei es einfach, aber man komme zurecht und bekomme viel zurück: „Die Kinder hier sind fröhlich und dankbar.“ Verständigungsprobleme habe sie nie gehabt. „Ich konnte vorher schon Portugiesisch und Französisch, deshalb war Rumänisch als ebenfalls romanische Sprache nicht so schwierig“, erklärt sie und fügt lachend hinzu: „Und wir hatten in Bukarest eine strenge Professorin.“ Einigen rumänischen Kindern lernt sie jetzt auch Deutsch. „Es motiviert, dass man nach einigen Monaten sieht, was man weitergebracht hat. Es ist aber auch eine Herausforderung, den Unterricht immer spannend zu gestalten“, meint sie. Der kleine Rumäne Lucian ist von ihrem Unterricht jedenfalls begeistert. Mit deutschsprachigen Gästen kann er sich schon ganz gut unterhalten. Neben der Sprache bringt Hiller den Kindern auch Musik bei. Ihr Saxofon hat sie nach Ploiesti mitgenommen.

Sprachbegabt
Reisen und Sprachen interessieren die Dornbirnerin schon länger. Mit Rotary war sie ein Jahr lang in Brasilien, während des Studiums konnte sie mit dem Erasmus-Austauschprogramm ein halbes Jahr lang in der Türkei leben. Jetzt will die reiselustige Dornbirnerin aber wieder zurück nach Hause. Nächste Woche geht es zurück nach Österreich. Über 25 Stunden lang muss die 23-Jährige im Zug sitzen, bis sie wieder in Vorarlberg ist. Vermissen werde sie „ihre“ Kinder auf jeden Fall. „Ich wurde seit dem ersten Tag an überall gleich herzlich begrüßt. Es war eine unglaublich schöne Erfahrung“, meint sie. Aber ewig könne sie eben auch nicht ehrenamtlich arbeiten. Ihre zukünftige Arbeitsstelle soll aber nichts mit Lebensmitteltechnologien zu tun haben. „Mein Jahr hier in Rumänien hat meinen Lebensweg sicher verändert. Ich werde nicht einfach so in die Naturwissenschaften zurückkehren können“, ist sie sich sicher. Ein Sozialberuf soll es jetzt werden. Sie will Flüchtlingen helfen.

Zur Person:
Sonja Hiller:
Die Dornbirnerin war ein Jahr lang im Kinderhaus von Pater Georg Sporschill in Ploiesti ehrenamtlich tätig.
Geboren: 21.7.1986
Ausbildung: Bachelorstudium Lebensmitteltechnologie
Hobbys: Reisen, Sprachen, Saxofon

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