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Für den Ansturm gewappnet

(VN) Bregenz - Andreas Giesinger ist mitverantwortlich, dass der „Atem des Himmels“ am Dienstagabend eine Projektionsfläche hat.

Auf der größten Seebühne der Welt sind auch die Dimensionen für eine Filmpremiere beeindruckend. 20 Mal neun Meter misst die Leinwand, auf der heute Abend zum ersten Mal der Film „Der Atem des Himmels“ von Reinhold Bilgeri läuft. In Vorarlberg gedreht, sollte auch die Uraufführung hier stattfinden. Wie man von den Bregenzer Festspielen weiß, finden an die siebentausend Menschen auf der Tribüne Platz. Weil der Andrang so groß war, wurde gleich eine Wiederholung für Mittwoch angesetzt.

„Wir sind aber guter Dinge“

„Eine deutsche Firma liefert uns die Leinwand. Ein Air-Screen, der ruckzuck aufgeblasen und auch wieder zusammengelegt werden kann“, so Andreas Giesinger, „hält Windstärken bis zu 60 km/h aus.“ Das wäre auch die Grenze der Zumutbarkeit für das Publikum. „Wir sind aber guter Dinge.“ Seit einem Jahr arbeitet Giesinger als Projektleiter bei der Festspiel- und Kongresshaus-Gesellschaft in Bregenz. Abgesehen von der Hoffnung, dass das Wetter bei einem derart außergewöhnlichen Event hält, gilt die Sorge natürlich Bild und Ton, aber da setzt er auf ein Team, das er sowohl auf Grund der Professionalität als auch ob der Kollegialität zu schätzen gelernt hat.

Musiktheater Vorarlberg

Andreas Giesinger kennen viele Opern- und Operettenfreunde vom Musiktheater Vorarlberg, das in Götzis beheimatet ist. Viele Jahre war er dort als Geschäftsführer tätig, hat Sängerinnen und Sänger betreut, die engagierten Amateure bei Laune gehalten und vor allem danach getrachtet, dass immer noch etwas in der Kassa ist, wenn man mit einem knappen Budget eine Produktion auf die Bühne stemmte. „Das hat jahrelang sehr viel Spaß gemacht“, erinnert er sich. Abgesehen von den musikalischen und sängerischen Fähigkeiten war es ihm immer wichtig, Künstler zu engagieren, die auch menschliche Qualitäten an den Tag legen. Als ausgebildeter Musiker hat er sein Gehör geschult. Nach den Vorlieben gefragt, tendiert der Altacher eher zum Klassischen. Wenn es der Beruf zulässt, werden immer noch Produktionen in den Theatern der Region angesehen. Grundsätzlich hat Giesinger die Erfahrung gemacht, dass das Publikum sich oft als aufgeschlossener erweist als man gemeinhin annimmt. Als man in Götzis begann, auch Musicals auf den Spielplan zu setzen oder etwas mutigere Regiekonzepte zuließ, reagierte auch das Stammpublikum keineswegs mit Fluchtmechanismen. Und was tut Giesinger, wenn es nicht um Bühnenkunst geht? So er nicht dem Reisen frönt, trifft man ihn höchstwahrscheinlich am Herd. Er ist nämlich leidenschaftlicher Hobbykoch mit besonderer Vorliebe für die verfeinerte, regionale Küche.

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