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FPÖ-Stadtrat schimpft über "Neger und Schwuchteln" in ÖBB-Werbung

Die Werbung sorgte in den sozialen Netzwerken für Aufregung.
Die Werbung sorgte in den sozialen Netzwerken für Aufregung. ©Twitter
Ein Werbeaufsteller der ÖBB sorgt in den sozialen Medien momentan für Wirbel. Darauf zu sehen ist eine Werbung für die ÖBB-Vorteilscard Family, dargestellt werden zwei Männer, einer davon hält ein Baby.

Zwei Männer, einer der beiden ist dunkelhäutig, halten ein Baby und verkörpern damit die Botschaft des Werbeaufstellers der österreichischen Bundesbahnen: “Für Mütter, Väter, Partner oder Freunde, die mit Kindern unterwegs sind”.

Die Werbung sorgte in den sozialen Netzwerken für Aufregung.
Die Werbung sorgte in den sozialen Netzwerken für Aufregung. ©Twitter

Diese Werbung sorgte bei einigen rechten Gruppierungen für Unmut, sie riefen zum Boykott der ÖBB aus. Auch ein Stadtrat der FPÖ aus Amstetten machte seinem Ärger über die Werbebotschaft in einem Facebook-Kommentar Luft: “Meine ÖBB Vorteilscard werde ich nun definitiv nicht verlängern und stattdessen mit der Westbahn fahren. Das ist doch nicht normal! 2 vermeintliche Schwuchteln mit Baby und davon noch ein Neger. Mir grausts…”. Wie “derstandard.at” berichtet, erschien das private Posting auf der Seite eines Linzer Gemeinderats der FPÖ, dieser habe das Bild mit den Worten “Ist doch schön oder?” betitelt. Wie die Plattform “FPÖ Fails” mit Screenshots berichtete, meldeten sich unter dem Posting des Linzer FPÖ-Gemeinderats noch zahlreiche andere Personen mit Kommentaren wie “krank” oder “echt jetzt?” zu Wort.

Stadtrat für Wohnungsvergabe zuständig

Der Stadtrat sei in Amstetten für das Amt der Wohnungsvergabe zuständig. “Aufgrund seiner völlig inakzeptablen Äußerung und der damit verbundenen Haltung ist für mich völlig klar, dass er zukünftig außer Stande ist, Entscheidungen bezüglich Wohnungsvergaben unvoreingenommen zu treffen. Wer kann garantieren, dass er dabei Menschen mit anderer Hautfarbe oder sexueller Orientierung nicht systematisch benachteiligt?”, so Stadtrat der Grünen Dominic Hörlezeder.

Neben dieser Tätigkeit sei der besagte Stadtrat von Amstetten außerdem Kammerrat der Arbeiterkammer Niederösterreich und Vorstandsmitglied der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse. Er sei auch für den offiziellen Facebook-Auftritt der FPÖ Amstetten verantwortlich.

SPÖ: “Haben noch einen langen Weg vor uns”

“Dieses Statement ist Homophobie, gepaart mit Rassismus und einem Vokabular der widerlichsten Sorte”, so Lindner, LGBTIQ-Sprecher der SPÖ im Nationalrat. “Dass es im Jahr 2018 noch immer notwendig ist, solche grauslichen Aussagen über ein Plakat, mit dem wohl normalsten Motiv der Welt – einer Familie – zu kommentieren, ist wirklich enttäuschend und zeigt, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben, bis Homophobie und Ausgrenzung endlich der Vergangenheit angehören!”

Für Norbert Payr von der SoHo Niederösterreich stellt sich die Frage nach Konsequenzen seitens der FPÖ: “Es war nicht nur eine Beleidigung für homosexuelle Paare und Familien, sondern auch eine widerliche und rassistische Aussage. Insbesondere in der GKK Niederösterreich, aber auch in der Gemeindepolitik von Amstetten hat solches Gedankengut absolut nichts verloren – daher verlangen wir Konsequenzen.”

Die Grünen Amstetten fordern den Stadtrat zum sofortigen Rücktritt aller politischen Funktionen auf. Sollte er dieser Aufforderung nicht sofort nachkommen, werde es seitens der Fraktion der Grünen Amstetten bei der nächsten GR-Sitzung am 19. September einen Misstrauensantrag geben.

Edit: Bei dem Plakat mit den beiden Herren handelt es sich nur um eines von mehreren einer aktuellen Kampagne der ÖBB. Darauf weisen auch die Bundesbahnen in den öffentlichen Netzwerken hin – wie auch darauf, dass die Vorteilscard für alle Familien gedacht ist.

(APA/Red.)

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