Fossile "Riesentermite" in der Oststeiermark gefunden

Eine Flügelspannweite von knapp acht Zentimetern - ein Paläontologe des Landesmuseums Joanneum hat in einer Kiesgrube im oststeirischen Paldau (Bezirk Feldbach) die bisher größte fossile Termite der Welt entdeckt.

Das Tier dürfte rund 11,3 Millionen Jahre alt sein und einen etwa 3,35 Zentimeter langen Körper gehabt haben. Damit wurde die bisher mit rund 2,7 Zentimeter größte Termite klar in den Schatten gestellt, hieß es seitens des Museums am Freitag.

Paläontologe Martin Gross hatte gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Engel von der Universität Kansas (USA) in der Grube Forschungen durchgeführt, als sie auf den fossilen Flügel der Termine stießen. Sie rekonstruierten eine Spannweite von knapp acht Zentimetern. Der Verlauf der Flügeläderung ließ eine wahrscheinliche Zuordnung zur Stammgruppe der sogenannten Moderholz-Termiten zu. Es handle sich um einen “wichtigen Mosaikstein” für die Rekonstruktion der Termitenevolution, denn damit wurde erstmals das Vorkommen der Insekten in der Paläo-Steiermark belegt.

Die Gruppe der Moderholz-Termiten konnte sich von “harter” Zellulose in Form von Holz ernähren und damit abgestorbene Pflanzenteile rasch “recyceln”. Ihr Einfluss auf die Bodenbildung und ihre Bedeutung als protein- und fettreiche Nahrungsquelle müssen bei künftigen Paläo-Umweltmodellen verstärkt berücksichtigt werden, hieß es seitens der Fachleute.

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