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Football-Leaks: So schmutzig laufen die Geschäfte im Profifußball

Leaks veröffentlicht.
Leaks veröffentlicht. ©AP
In den vergangenen sieben Monaten dutzende Journalisten des Recherchenetzwerks EIC (European Investigative Collaborations) das größte Leak in der Geschichte des Sports ausgewertet: Es enthüllt die schmutzigen Geldgeschäfte im europäischen Profi-Fußball.

Die Enthüllungsplattform hat EIC – darunter auch dem “Spiegel” – 1,9 Terabyte an Daten zur Verfügung gestellt. Der Inhalt: 18,6 Millionen Dokumente, etwa Originalverträge von Spielern samt geheimer Nebenabsprachen, E-Mails, Excel-Tabellen und Word-Dateien, wie der “Spiegel” in seiner Online-Ausgabe berichtet.

Ronaldo schleuste Millionen in die Karibik

Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo von Real Madrid soll beispielsweise jahrelang eine Briefkastenfirma auf den British Virgin Islands genutzt haben, in die seine Werbeeinnahmen flossen. Steuern habe er darauf offenbar so gut wie keine gezahlt. Wie aus den Unterlagen hervorgeht, profitierte Ronaldo dabei von einer umstrittenen Sonderregelung des spanischen Steuerrechts. Wie interne Mails seiner Berater zeigen, machen sie sich Sorgen, dass Behörden “sensiblen Informationen” über die Briefkastenfirma auf die Spur kommen könnten. 2014 lief Ronaldos Steuerprivileg aus. Im Voraus verkaufte er seine Werberechte bis 2020 an zwei weitere Briefkastenfirmen – auf den British Virgin Islands. Der Erlös, knapp 75 Millionen Euro, landete auf seinem Konto bei einer Schweizer Privatbank. Die gesamte Einnahme zog er noch in das Steuerjahr 2014 hinein, in dem er zum letzten Mal seinen Steuervorteil ausnutzen konnte, wie “spiegel.de” ausführt.

Anfragen des EIC ließ Ronaldo unbeantwortet. Wie die Journalisten aber aus dem Umfeld einer Anwaltskanzlei, die ihn vertritt, in Erfahrung bringen konnten, läuft gegen ihn eine Steuerprüfung. Es wird aber davon ausgegangen, dass keine Beanstandungen bestünden.

Özil musste zwei Millionen nachzahlen

Die spanische Steuerbehörde hat von Mesut Özil eine Steuernachzahlung von 2.017.152 Euro verlangt, die der Spieler zunächst auch beglich. Zudem haben die Finanzbehörden gegen den Nationalspieler einen Strafzuschlag von 789.963 Euro verhängt – gegen den Zuschlag hat er aber Widerspruch eingelegt. Hintergrund: Özil unterzeichnete 2010 einen Sechs-Jahres-Vertrag bei Real Madrid. Die Madrilenen garantierten dessen Berater Reza Fazeli für 2011 und 2012 ein Honorar von insgesamt 1,2 Millionen Euro. Nachdem Özil zu Arsenal wechselte, vereinbarten die Londoner mit seinem neuen Berater Erkut Sögüt ein Honorar. Von diesem waren 1,47 Millionen im September 2013 fällig. Nach Ansicht der spanischen Steuerbehörden hätte nun aber Özil, und nicht die Klubs, die Berater bezahlen müssen. Folglich werten sie Özils “Ersparnis” als Steuervorteil, wie “spiegel.de” berichtet.

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