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Fünffachmord seit April geplant

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Der mutmaßliche Fünffachmörder von Wien und Oberösterreich hatte seit April mit dem Gedanken gespielt, seine Familie zu töten. Grund: Der 39-jährige Reinhard St. hatte 300.000 Euro Schulden. Den endgültigen Entschluss, die Tat durchzuführen, habe er am vergangenen Freitag, gefasst. Das sagten die Ermittler am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien.
"Er bereut und ist innerlich gebrochen"

Noch am Freitag ging er laut Polizei auf der Wiener Mariahilfer Straße in ein Geschäft, um ein geeignetes Tatwerkzeug zu finden. Die Wahl zwischen einer Axt und einem Messer fiel schließlich auf die Axt. Am Samstag kaufte er die Waffe. Als am Dienstag für ihn die Gelegenheit “günstig” erschien, schlug er in der Wohnung in Wien-Hitzing mit der Axt auf seine Frau ein, danach tötete er seine siebenjährige Tochter. Nachdem die beiden tot waren, rief er noch beim Arbeitgeber seiner Frau an, um sie krankzumelden.

Reinhard St. zog seine blutverschmierte Kleidung aus und fuhr im neuen Gewand nach Ansfelden, wo er im Einfamilienhaus seiner Eltern seine 69-jährige Mutter tötet, als ihm diese die Tür öffnete. Sein Vater Engelbert (72) starb schlafend im Fernsehsessel im ersten Stock des Gebäudes.

Gegen 19.00 Uhr erschien Reinhard St. schließlich noch in der Linzer Wohnung seines verwitweten Schwiegervaters Heinrich R. (80). Den Senior traf der bisher “völlig unauffällige” Mann mit seiner Axt noch im Eingangsbereich. Die Geschwister des 39-Jährigen, der auch einige Zeit als parlamentarischer Mitarbeiter tätig war, blieben verschont, seinen Bruder und seine Schwester habe der 39-Jährige nicht versucht zu töten.

Mittwoch früh stellte sich St. in Wien der Polizei. Als Motiv gab der Mann an, er habe sich mit Geld verspekuliert, das er sich von einem Angehörigen geborgt hatte.

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