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Flugzeugabsturz über Schwarzem Meer

Beim Landeversuch im russischen Badeort Sotschi ist ein armenisches Passagierflugzeug bei stürmischem Wetter ins Schwarze Meer gestürzt. Alle 113 Insassen kamen ums Leben.

Bis Mittwochnachmittag wurden 46 Leichen geborgen, wie das russische Notfallministerium mitteilte. Der Airbus A-320 brach beim Aufprall auf die Wasseroberfläche auseinander, so dass Wrackteile im Umkreis von mehreren Kilometern verstreut wurden. Als wahrscheinlichste Unglücksursache galt das schlechte Wetter zum Zeitpunkt der Landung.

Die Maschine der armenischen Fluggesellschaft Armavia kam aus Eriwan. Sie verschwand gegen 2.15 Uhr Ortszeit (0.15 Uhr MESZ) knapp sechs Kilometer vom Meeresufer entfernt von den Radarschirmen, wie der Ministerialbeamte Viktor Belzow mitteilte. An Bord waren 105 Passagiere, darunter sechs Kinder, und acht Besatzungsmitglieder. Nach Angaben von Armavia handelte es sich um Armenier sowie 26 Russen, einen Ukrainer und einen Georgier. Rettungsmannschaften erklärten, die geborgenen Toten hätten keine Schwimmwesten getragen. Dies deute darauf hin, dass sie nicht auf eine Notlandung im Wasser vorbereitet worden seien.

Am Flughafen Adler bei Sotschi spielten sich erschütternde Szenen ab, nachdem Angehörige über die Katastrophe informiert worden waren. Ein Mann musste nach einem Schwächeanfall im Krankenwagen abtransportiert werden. Der russische Präsident Wladimir Putin und der armenische Staatschef Robert Kotscharian erklärten den kommenden Freitag in beiden Ländern zum Trauertag für die Absturzopfer. Es handelte sich um die schwerste Katastrophe in der armenischen Luftfahrt seit Jahrzehnten.

An den Bergungsarbeiten waren 25 Schiffe sowie Taucher beteiligt. Strömender Regen, raue See und schlechte Sicht behinderten die Suche nach den Toten. Ein Tiefseeroboter wurde zur Ortung des Flugdatenschreibers eingesetzt. Rudolf Tejmurasow von der russischen Luftfahrtbehörde äußerte allerdings die Befürchtung, dass die Black Box in zwei Kilometer Tiefe liegen und womöglich nie gefunden werden könnte. Belzow vom Notfallministerium erklärte, der Rumpf des Flugzeugs sei in 400 Meter Tiefe zum Liegen gekommen.

Nach Einschätzung Belzows war das schlechte Wetter höchstwahrscheinlich die Ursache für das Unglück. Armavias Topmanager Andrej Agadschanow sagte, die Besatzung habe trotz dichter Wolken Landeerlaubnis in Adler erhalten. Sie sei zuletzt aber angewiesen worden, noch eine weitere Schleife zu fliegen. Dabei sei es zur Katastrophe gekommen. Die armenischen Behörden beschrieben die Besatzung als erfahren. Die 1995 gebaute Maschine sei erst vor einem Jahr vollständig gewartet worden. Das Büro des russischen Generalstaatsanwalts schloss einen Terroranschlag aus.

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