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Flugabsage wegen Covid-19: Paar aus Feldkirch sitzt auf den Kapverden fest

Zwei Vorarlberger stecken auf den Kap Verden fest.
Zwei Vorarlberger stecken auf den Kap Verden fest. ©handout/privat
Marcel Seifert und Daniela Pöham aus Feldkirch sitzen aufgrund der Coronakrise auf den Kapverden vor der Westküste Afrikas fest.

Marcel Seifert (34) und Daniela Pöham (35) aus Feldkirch wollten eigentlich nur ihren lang ersehnten Urlaub auf den Kapverden verbringen. "Am 28. Februar sind wir nach Sal auf die Kap Verden geflogen zum Windsurfen", erzählt Seifert gegenüber VOL.AT. Der Physiotherapeut und die biomedizinische Analytikerin wollten auf der Insel im Atlantik drei schöne Wochen verbringen. Sie wären ursprünglich von Mailand aus geflogen, der Flug wurde allerdings kurzfristig gecancelt. "Dann haben wir erst noch überlegt, ob wir tatsächlich den Urlaub antreten sollen oder nicht", erinnert er sich. Sie hätten sich dann kurz entschlossen von München aus mit der Fluggesellschaft Tap auf den Weg gemacht. Das klappte auch reibungslos. Nur kommen die beiden jetzt vorerst nicht mehr zurück.

Buchung einfach gelöscht

Die Rückflugtickets für den 22. März hätten sie schon gehabt. "Wir haben regelmäßig unsere Buchung im Internet beobachtet", so Seifert im VOL.AT-Telefoninterview. "Da war dann auf einmal keine Buchung mehr drin - wurde einfach rausgelöscht." Und das ohne Information vonseiten der Fluggesellschaft: "Wir haben auch von Tap keine Absage bekommen", erklärt der Vorarlberger. Aus den Medien erfuhr das Paar dann, das Tap die Flüge eingestellt habe. Mit ihrem Problem sind die Feldkircher nicht allein: Auch TUI-Gäste seien vor Ort. Zwar hätte der Reiseveranstalter noch Gäste ausgeflogen, es seien aber immer noch welche vor Ort.

Am Flughafen herrscht Chaos. handout/privat

"Ziemliches Chaos"

"Am Flughafen herrscht ziemliches Chaos immer wieder", so Seifert. Sie seien bereits vor Ort gewesen, aber gleich wieder gegangen, da man sie weggeschickt habe. "Jetzt stellt sich die große Frage, ob heute Nacht eine Tap-Maschine kommt oder nicht", gibt der Urlauber zu verstehen. Die Fluggesellschaft habe sich mittlerweile gemeldet und bestätigt, dass elektronische Tickets zugestellt würden. "Auf die warten wir heute, da kam noch nichts", erzählt Seifert. Die Maschine sei zwar angekündigt, "aber wir glauben's dann wirklich erst, wenn wir die Tickets per E-Mail bekommen und uns auf den Weg machen können zum Flughafen." Der Flug gehe zudem erstmal nur bis nach Lissabon. Wie es von dort aus weitergehen soll, ist noch unklar. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Tap uns nach München bringt", meint Seifert.

Drei Fälle auf Nachbarinsel

Immerhin gibt es einen Lichtblick: Das über Airbnb gebuchte Zimmer in einer Anlage mit Appartements konnte problemlos verlängert werden. Der Besitzer habe direkt den Zuspruch gegeben. "Zumal auch fast keine Touristen mehr da sind. Die Strände sind auch leer", schildert der Feldkircher die Lage. Der Gouverneur der Kapverden habe ein Verbot ausgesprochen, am Strand zu sein und unter Leute zu gehen. Auf Boa Vista, der Nachbarinsel, seien drei Personen am Coronavirus erkrankt, es gebe auch einen Todesfall. "Man fühlt sich unwohl", so Seifert gegenüber VOL.AT. Auf Sal selbst habe es noch keinen Fall gegeben, aber man befürchte, dass noch einer komme. In dem Fall würden die beiden Vorarlberger noch länger auf der Insel festsitzen.

"Man hängt wirklich fest"

"Die österreichische Botschaft ist jetzt ständig mit uns in Kontakt", erklärt Marcel Seifert. Aber: "Wir haben oft das Gefühl, dass nur beruhigende Worte kommen, aber keine Taten gesetzt werden." Das sei natürlich auch enttäuschend. Dem Vorarlberger Paar bleibt nichts anderes übrig, als auf den nächsten Flug zu warten. Es gäbe auch noch eine Maschine aus Paris, in die man sich um rund 800 Euro einkaufen könnte. "So hohe Summen: Wenn man eh schon einen dreiwöchigen Urlaub hinter sich hat möchte man eigentlich schauen, dass man günstig nach Hause kommt und nicht nochmal ein Ticket um 800 Euro zahlen muss", gibt er zu verstehen. "Man hängt wirklich fest, kann nichts tun und ist auf die Hilfe von Leuten angewiesen, die was zu sagen haben", so Seifert. "Die können auch nicht einfach die Fluggesellschaft anrufen oder ein Flugzeug schicken."

(Red.)

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