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Fischer: "Miese Kampagne"

Deutschlands Außenminister Joschka Fischer hat die Veröffentlichungen in der Bonusmeilen-Affäre als „miese Kampagne“ kritisiert. Es handle sich um „schmutzigen Wahlkampf“.

Es handle sich um nichts anderes als „schmutzigen Wahlkampf“, sagte Fischer in einem am Samstag veröffentlichten ZDF-Interview. Dabei verwies Fischer auf Veröffentlichungen der „Bild“-Zeitung über Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne), der zweifelsfrei dargelegt habe, dass er nur private Bonusmeilen verflogen habe. Fischer nannte die gesamte Debatte „peinlich“. Angesichts der Dimensionen der CDU-Spendenaffäre oder der Amigo-Affäre in Bayern seien hier offenbar die Proportionen „schlicht und einfach verschoben“. Für ihn seien auch andere Themen wie Nahost wichtiger.

Die „Welt am Sonntag“ berichtete unterdessen, dass in der Bonusmeilen-Affäre auch Mitarbeiter des Bundestages Zugriff auf Daten von Abgeordneten gehabt haben könnten. Die Reisestelle des Bundestages habe seit längerer Zeit über die PIN-Codes zahlreicher Abgeordneter verfügt, meldete das Blatt. Der Code – eine fünfstellige Zahl – sei notwendig, um an die persönlichen Daten der Vielflieger-Kunden zu gelangen.

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