Fischer: Großes Interesse an den Gedanken des Papstes

Fischer: In Österreich gebe es ein großes Interesse an den Gedanken des Papstes und an seinen Einstellungen zu den großen Herausforderungen der Welt.

Das hat Bundespräsident Heinz Fischer hat Freitagabend in der Wiener Hofburg anlässlich einer Begegnung des Heiligen Vaters mit Vertretern des öffentlichen Lebens und der Diplomatie versichert. Fischer sprach unmittelbar vor dem Papst, der in seiner Rede ein Abtreibungsverbot gefordert hatte.

Der Bundespräsident würdigte die Bemühungen des Heiligen Stuhl um die Vermeidung von Kriegen und zur Eindämmung bereits ausgebrochener Kriege. Krieg sei und bleibe ein inakzeptables Instrument der Politik. Es gelte, die Zonen des Friedens auszudehnen. Dazu sei eine Bereitschaft zum Dialog notwendig. Österreich sei ein Ort des Dialoges, so Fischer. Er warnte davor, die Welt einfach in „Zonen des Bösen und in Zonen des Guten“ einzuteilen. Er plädiert für ein Bemühen, das Gute zu erkennen und zu fördern sowie den Wurzeln des Bösen den Nährboden zu entziehen. Wie der Papst lobte auch der Bundespräsident die Europäische Union: „Europa hat viel erreicht. Europa ist ein Zukunftsmodell“.

Ausdrücklich bekannte sich der Präsident zur Trennung von Kirche und Staat, wie sie in der österreichischen Verfassung festgeschrieben ist. Gleichzeitig bekenne er, Fischer, sich auch zur Zusammenarbeit von Staat und Kirche, wo es gemeinsame Ziele gebe, wie etwa die Hilfe für Schwache. Der Bundespräsident meinte an die Adresse des Papstes, dieser treffe in Österreich auf eine „offene und soziale Gesellschaft“, die auf Basis der „Gleichberechtigung der Geschlechter“ bestehe.

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