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Fischer besucht Waldheim auf Intensivstation

Österreich - Der am Abend des Pfingstmontag ins Wiener AKH eingelieferte Alt-Bundespräsident Kurt Waldheim (88) bleibt vorerst weiter "zur Beobachtung" auf der Intensivstation.

Die für heute in Aussicht genommene Verlegung auf eine Normalpflegestation habe noch nicht stattfinden können, teilte das AKH auf Anfrage der APA mit. Sein Zustand habe sich seit gestern nicht verändert.

Waldheim wird wegen eines „fieberhaften Infekts“ auf der Abteilung für Innere Medizin bei Christoph Zieliniski behandelt. Details der Erkrankung Waldheims, der von 1986 bis 1992 Staatsoberhaupt war, wollte das AKH aus Rücksicht auf die Angehörigen auch am Mittwoch nicht bekannt geben.

Hoher Besuch

Alt-Bundespräsident Kurt Waldheim hat am Mittwoch auf der Intensivstation des Wiener AKH Besuch von Bundespräsident Heinz Fischer bekommen. Fischer habe Waldheim um 9.00 Uhr früh gerade beim Frühstück angetroffen, sie haben etwa zehn Minuten miteinander gesprochen. Waldheim habe sich über den Besuch, bei dem auch seine Frau anwesend war, „sehr gefreut“ und „gelacht“, teilte AKH-Chef Reinhard Krepler im Gespräche mit der APA mit. Er betonte, dass es dem Alt-Bundespräsidenten schon deutlich besser gehe.

Waldheim war am Abend des Pfingstmontag mit hohem Fieber und einem im Körper nicht lokalisierten Infekt in der Abteilung für Innere Medizin bei Christoph Zieliniski aufgenommen worden. Da er zu wenig getrunken hatte, habe es auch Probleme mit dem Kreislauf gegeben. Eine künstliche Beatmung sei aber zu keiner Zeit nötig gewesen. Die von den Ärzten eingeleitete Flüssigkeitstherapie und der Ausgleich des Salzhaushaltes hätten dem prominenten Patienten gut getan. Die Ärzte seien mit der medizinischen Entwicklung „sehr zufrieden“, sagte Krepler.

Dass Waldheim nach wie vor in einem Einzelzimmer auf der Intensivstation behandelt wird, begründete der AKH-Chef damit, dass hier eine engmaschigere Betreuung möglich sei. Auf eine Normalpflegestation werde er erst dann verlegt werden, wenn es ihm wirklich ganz gut gehe. Möglich wäre es auch, ihn direkt von der Intensivstation nach Hause zu entlassen. Wie lange der Alt-Bundespräsident noch im Spital bleiben wird müssen, konnte Krepler nicht abschätzen.

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