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Fischer attackiert Ferrero-Waldner

Staatsmännisch und siegessicher - so präsentierte sich Heinz Fischer als Kandidat für die Bundespräsidentenwahl am 25. April bei einer Wahlveranstaltung der SPÖ in Linz.

Kritik gab es dabei für die ÖVP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner.

Nach Angaben der Organisatoren hatten sich zu der Veranstaltung rund 2.000 Menschen angemeldet. Der Saal war jedenfalls mehr als voll. Viel oberösterreichische SPÖ-Prominenz war erschienen, an der Spitze der Landesvorsitzende Landeshauptmannstellvertreter Erich Haider, sein Vorgänger Fritz Hochmair, die frühere Frauenministerin Barbara Prammer, die frühere Staatssekretärin im Bautenministerium Beatrix Eypeltauer, dazu alle SPÖ-Mitglieder der Landesregierung sowie Klubobmann Karl Frais.

Stimmung kam auf, als Heinz Fischer mit dem Tina Turner-Song „Simply The Best” in den Saal einzogt, immer wieder aufgehalten durch Händeschütteln mit den Besuchern. In seiner Rede kam bald die Ansage „Ich will Bundespräsident werden, weil ich diesem Land nützen will und wir werden dieses Ziel auch erreichen”. Er hielt fest, er habe den Wahlkampf nicht „klein kariert” machen, sondern mit der Mitbewerberin Grundsatzfragen öffentlich diskutieren wollen, etwa über Politikverdrossenheit, ob es in der Politik fair zugehe, ob mit den Pensionisten fair umgegangen werde, ob die Regierung halte, was sie vor den Wahlen versprochen habe. Das hätte den Wählern Informationen über die Kandidaten gebracht. Doch seine Mitbewerberin sei allen diesen Diskussionen ausgewichen – davonlaufen sei nicht mutig, stellte Fischer fest.

Wenn sie keine Standpunkte habe, werde er sie haben, bekräftigte er. Zum Ausbruch des Irak-Kriegs habe er gesagt: „Krieg löst keine Probleme”. Ferrero-Walder habe hingegen gesagt, sie stehe „in der Mitte”. Dort habe man aber nicht zu stehen, wenn es um Krieg oder Frieden gehe. Er warf ihr vor, zunächst für einen NATO-Beitritt eingetreten zu sein, späte diese Haltung angesichts der bevorstehenden Bundespräsidentenwahl und der Ablehnung eines Beitrittes durch die Mehrheit der Bevölkerung geändert zu haben. Ihr Konzept, außerhalb von Europa sollte Österreich neutral, innerhalb jedoch solidarisch sein, sei nicht möglich. Das sei ein Konzept, die Neutralität kaputt zu machen.

Er trete ein für soziale Symmetrie und Gerechtigkeit ein. Das sei auch gut für die Demokratie, wenn es nicht zu große soziale Spannungen gebe. Er wolle als Bundespräsident unter anderem ein Hüter der Demokratie sein, der Neutralität, der Friedenspolitik und des sozialen Zusammenhaltes, versprach Fischer.

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