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Finnland: Aceh-Gespräche vorzeitig beendet

Die Friedensgespräche zwischen der indonesischen Regierung und der Bewegung Freies Aceh (GAM) in Helsinki sind offenbar einen Tag früher als geplant zu Ende gegangen. Über den Ausgang liegen keine offiziellen Meldungen vor.

Eine Sprecherin des Büros von Finnlands Ex-Präsident Martti Ahtisaari, der die Verhandlungen eingefädelt hatte, sagte am Samstag gegenüber der APA in Helsinki, dies sei ihre Auffassung der Lage, nachdem die für Sonntag geplante Pressekonferenz Ahtisaaris um einen Tag vorgezogen wurde. Die Pressekonferenz findet nun bereits heute, Samstag, Abend statt.

Über Inhalt und Ausgang der Gespräche zwischen beiden Bürgerkriegsparteien in der indonesischen Provinz Aceh wurde vorerst offiziell nichts bekannt. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf eine GAM-Quelle, die Gespräche seien darauf beschränkt gewesen, die Hilfsmaßnahmen in der von der Flutwellenkatastrophe vergangenen Monat schwer getroffenen Inselprovinz zu koordinieren.

Indonesien weiter gegen Autonomie

Die indonesische Delegation in Helsinki wurde von Sicherheitsminister Widodo Adi Sutjipto geleitet. Die Führung der GAM-Separatisten mit dem von der Bewegung als Premierminister eingestuften Malik Mahmud an der Spitze war aus Stockholm angereist, wo die Gruppe im Exil lebt. Indonesische Delegationssprecher erklärten am Rande der unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Gespräche, der von den Separatisten geforderte Autonomiestatus sei nach wie vor für Indonesien ausgeschlossen.

Die Gespräche waren zu Stande gekommen, nachdem am zweiten Weihnachtsfeiertag bei der Flutwelle mehr als 100.000 Menschen in Aceh ums Leben gekommen waren. Der gewaltsame Konflikt um die Zugehörigkeit der rohstoffreichen Provinz zu Indonesien hat seit 1976 etwa 12.000 Menschen das Leben gekostet.

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