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Finanzkrise droht Anti-Terror-Kampf zu schwächen

Die globale Finanzkrise bedroht nach Ansicht von US-Geheimdiensten die politische Stabilität in Konfliktregionen wie etwa Pakistan. Zugleich bestehe die Gefahr, dass die Krise den Anti-Terror-Kampf der USA und anderer westlicher Länder schwächen könnte, berichtet die "Washington Post" (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Geheimdienste und unabhängige Experten. Dies könnte "die kurzfristige Gefahr terroristischer Angriffe erhöhen", schreibt das Blatt.

Die Finanzkrise “könnte das Überleben befreundeter Regime von Pakistan bis in den Nahen Osten gefährden und zugleich westliche Länder dazu zwingen, ihre Ausgaben für Verteidigung, Geheimdienste und Entwicklungshilfe zu kürzen”, schreibt die Zeitung unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Ausdrücklich wird auf die wirtschaftlich prekäre Lage in Pakistan und dem Jemen verwiesen.

Der Wirtschaftsberater der pakistanischen Regierung, Shaukat Tarin, teilte vor Journalisten in Karachi mit, der Internationale Währungsfonds (IWF) wolle seinem Land mit einer Finanzspritze von mindestens 7,4 Milliarden Dollar (5,8 Mrd) zu Hilfe kommen, um eine drohende Staatspleite abzuwenden. “Eine entsprechende Absichtserklärung wird nächste Woche abgesandt, und dann wird der IWF eine abschließende Entscheidung treffen”, sagte Tarin weiter. Pakistan braucht dringend eine Soforthilfe von bis zu fünf Milliarden Dollar. Andernfalls kann das Land seine Auslandsschulden nicht mehr bedienen.

Die USA geben den Angaben zufolge derzeit 47,5 Milliarden Dollar jährlich für Geheimdienstoperationen aus – ohne die teure Satellitenüberwachung, die vom Verteidigungsministerium finanziert werde. Bei einem jüngsten Expertentreffen sei deutlich geworden, dass künftig das Geld knapp werden könnte.

“Ich mache mir Sorgen, wo wir in fünf oder zehn Jahren stehen werden”, zitiert das Blatt Charles Allen vom Ministerium für Heimatschutz. Allerdings räumten die Geheimdienste zugleich ein, es gebe keine konkreten Hinweise auf bevorstehende Terrorangriffe in den USA. Ähnlich hatte sich bereits kürzlich CIA-Chef Thomas Hayden geäußert.

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