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Finanzkrise bremst internationalen Wertpapierverkehr

Durch die turbulenten Finanzmarktgeschehnisse hat Österreichs grenzüberschreitendes Wertpapiergeschäft im 1. Halbjahr deutlich an Fahrt verloren.

Veranlagungen im Ausland erreichten nur ein Zehntel des Wertes von 2007, und der Absatz heimischer Wertpapiere brach um mehr als zwei Drittel ein. Dies geht aus den Zahlungsbilanz-Daten bis Juni hervor, die die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Freitag veröffentlicht hat.

Österreichische Investoren erwarben im ersten Halbjahr mit 3,2 Mrd. Euro nur ein Zehntel des Volumens von 2007 (30,5 Mrd. Euro). Ausländische Aktien wurden – vor allem von Investmentgesellschaft – im Gegenwert von netto 2,6 Mrd. Euro abgestoßen, nach Zukäufen von 0,1 Mrd. Euro im gleichen Zeitraum 2007. Die internationale Aktien-Talfahrt setzte auch heimische Papiere unter Verkaufsdruck: Netto wurden inländische Aktien um 1,1 Mrd. Euro verkauft (insbesondere Finanztitel), nach Zukäufen von 1,6 Mrd. Euro.

Die Zurückhaltung der Anleger blieb aber nicht auf die Aktienmärkte beschränkt, so die OeNB: Österreichische Investoren schraubten ihre Nachfrage nach langfristigen Rentenwerten im Ausland um fast zwei Drittel von 12,2 auf 4,6 Mrd. Euro zurück. Stark war auch der Einbruch der – fast nur durch den Bund getätigten – Geldmarkt-Veranlagungen, die netto um 0,3 Mrd. Euro abgestoßen wurden, nach noch 15,5 Mrd. Euro Zukäufen. Inländische Rentenpapiere aller Laufzeiten erreichten mit 15,2 Mrd. Euro nur ein Drittel des vergleichbaren Absatzvolumens. Auch Investmentzertifikate seien aktiv-und passivseitig auf geringeres Interesse gestoßen.

Vergleichsweise “getrieben” wurde Österreichs Kapitalverkehr mit dem Ausland im 1. Halbjahr dagegen verstärkt durch den “Hilfsmotor” des Einlagen- und Kreditgeschäfts, das in Phasen unsicherer Finanzmärkte mehr Stabilität verspricht als Wertpapieranlagen, so die Nationalbank. Diese “Sonstigen Investitionen” zeigten mit 48,1 Mrd. Euro einen deutlich höheren Forderungsaufbau Österreichs im Ausland als davor (32,2 Mrd. Euro). Kreditveranlagungen (+59 Prozent) beliefen sich auf 16,2 Mrd. Euro, Einlagenforderungen (+40 Prozent) auf 30,2 Mrd. Euro. Auch der Kapitalbedarf der Volkswirtschaft wurde im Erstsemester vor allem so gedeckt: Mit 33,4 Mrd. Euro lag der Verpflichtungsaufbau beim 2,5-fachen der Erstsemester 2007.

Die Dynamik des heimischen Güter- und Dienstleistungsverkehrs mit dem Ausland schwächte sich bis Juni etwas ab, blieb aber aufrecht: mit 83 Mrd. Euro lagen die Exporterlöse im weiteren Sinne 6 Prozent über Vorjahr, die Einfuhren erreichten 74 Mrd. Euro (+5 Prozent). Die Leistungsbilanz zeigte ein Plus von 6,4 Mrd. Euro, das – wie in den Jahren zuvor – deutlich über dem Vergleichswert lag (1. Halbjahr 2007: 5,2 Mrd. Euro). Mit netto 900 Mio. Euro Zuwachs lieferte der Reiseverkehr den wichtigsten Beitrag zu dieser Ergebnisverbesserung.

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