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Finanzen dreier Gemeinden in einer Hand

Die Bgm. Franz Martin, Judith Schilling-Grabher und Christian Natter mit FInanzchef Gerald Klocker (li).
Die Bgm. Franz Martin, Judith Schilling-Grabher und Christian Natter mit FInanzchef Gerald Klocker (li). ©H. Pfarrmaier
Wolfurt/Bildstein/Buch. (hapf) Geht es ums liebe Geld, sind sich Bildstein, Buch und Wolfurt einig. Sie entschieden sich, ihre Finanzgeschäfte von einer zentralen Stelle aus zu erledigen. Dazu wurde die „Finanzverwaltung Hofsteig“ gegründet.  

 

Immer mehr Gemeinden entscheiden sich, über den Kirchtrum zu blicken und in verschiedensten Bereichen gemeindeübergreifend zusammenzuarbeiten. Derzeit sind es 262 Kooperationen, die in den 96 Vorarlberger Gemeinden gepflegt werden. Sinn macht das vor allem für kleinere Gemeinden, die sich Fixanstellungen von Experten und Verwaltungseinrichtungen auf Dauer einfach nicht mehr leisten wollen. Zumal auch das Land bei solchen Gemeindekooperationen herwärts schaut und den zur Zusammenarbeit willigen Gemeinden mit Anschubförderungen und neben den üblichen Bedarfsmittel mit Förderungen bei Entwicklungs- und Investitionskosten sowie bei gemeinsamen Projekten unter die Arme greift.

Seit langem beste Zusammenarbeit

Schon viele Jahre reichen sich die drei Hofsteiggemeinden Bildstein, Buch und Wolfurt etwa in Abwasserverbänden, im Personenstandswesen (Standesamt), im Musikschulwesen, im Sozialbereich und in anderen Bereichen über den Gemeindezaun hinweg die Hände. Die gut funktionierende gemeindeübergreifende Zusammenarbeit wurde nun mit der „Finanzverwaltung Hofsteig“ auf eine neue Ebene gehoben. Den Ausschlag dazu gaben bereits 2015 personelle Veränderungen in der Buchhaltung im Gemeindeamt Bildstein. Damals sprang bereitwillig Wolfurt ein und bot an, Buchhaltung, Budgeterstellung und Rechnungsabschluss durch die eigene Finanzverwaltung mitzubetreuen. Da bei Gemeindekooperationen Landesförderungen nur an Verwaltungsgemeinschaften mit mindestens drei Gemeinden gewährt werden, wurde inzwischen auch die Gemeinde Buch mit ins Boot geholt. Die „Finanzverwaltung Hofsteig“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Gemeindeverband ins Leben gerufen.

Klar definierte Aufgaben

In einem mehrseitigen Vertragswerk wurden Ziele und Aufgaben klar definiert. So übernimmt Wolfurt für seine Nachbargemeinden die komplette Finanzverwaltung. Insbesondere fallen darunter Buchhaltungstätigkeiten, die Lohnverrechnung, die Erstellung des Rechnungsabschlusses, des Voranschlages und der mittelfristigen Finanzplanung und Beratungstätigkeiten in Finanzfragen. Weitere Aufgaben betreffen das Darlehensmanagement, die Abwicklung fördertechnischer Angelegenheiten, Finanzierungskonzepte, Personalverwaltung, die laufende umsatzsteuerliche Optimierung der Gemeindeeinrichtungen und die Erstellung von Gebühren- und Tarifkalkulationen. Betraut mit diesen Aufgaben ist Gerald Klocker, Leiter der Wolfurter Finanzabteilung.

Keine Bittsteller

Die Finanzverwaltung, also der klassische Backofficebereich, erfährt damit in Bildstein und Buch eine erhebliche Entlastung. Bürgermeisterin Judith Schilling Grabher weist auf weitere, durchaus gegenseitige Vorteile hin: „Es kann ein Personalaustausch stattfinden, Mitarbeitende können einschlägige Erfahrungen sammeln und so auch ihr berufliches Fortkommen verbessern. Wichtig ist der Bildsteiner Ortschefin: „Wir sind gleichberechtigte Partner und keineswegs Bittsteller und können klar definierte Dienstleistungen abrufen.“ Wie Schilling-Grabher betont, wird es mit dieser Verwaltungskooperation möglich sein, den steigenden gesetzlichen Anforderungen an das kommunale Finanzwesen gerecht zu werden und die entsprechende Qualität nachhaltig zu sichern.

Gleichberechtigte Partner

Für den Bucher Bürgermeister Franz Martin ist die gemeinsame Finanzverwaltung eine Fortführung der schon bisher guten Zusammenarbeit. „Wie seit vielen Jahren in anderen Bereichen, ist dies nun eine Erweiterung der Partnerschaft unserer drei Gemeinden.“ Martin betont ebenfalls die absolute Gleichberechtigung in dieser Partnerschaft. Unmißverständlich stellt er klar, dass dies keineswegs ein Schritt in Richtung Gemeindezusammenlegung sei. „Wir sind auf gleicher Augenhöhe, nutzen Synergien. Die Entscheidungsgewalt liegt nach wie vor in der Kompetenz jeder einzelnen Gemeinde.“Das Bündeln der Kräfte mache es möglich, zunehmend komplexe Aufgaben leichter zu bewältigen.

Qualitätssicherung

Wolfurts Bürgermeister Christian Natter will die Kooperation auch als Qualitätssicherung für die beteiligten Gemeinden verstanden wissen. „Damit wird das finanz- und verwaltungstechnisch hohe Niveau gehalten und im gegenseitigen Austausch profitieren davon alle drei Gemeinden. Es kommt zu Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen. Dadurch werden in den Gemeinden weitere Mittel für Investitionen frei, die letztlich den Bürgerinnen und Bürgern zugute kommen.“

Chance für die Gemeinden

Gerald Klocker sieht in der gemeinsamen Finanzverwaltung eine große Chance: „Den Gemeinden wird damit ein Instrument in die Hand gegeben, das einerseits Synergien nutzt und damit auch Freiräume schafft und andererseits ein laufend aktuelles Bild über die Gemeindefinanzen und Möglichkeiten für die Gemeinden vermittelt.“

Landesföderung

Das Land fördert die ersten fünf Betriebsjahre der Verwaltungsgemeinschaft mit knapp 120.000,- Euro. Der Anteil für Bildstein und Buch beträgt dabei jeweils 34.000,- Euro.

 

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