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Filzen in Albanien

Marianna Moosbrugger startete ein Filzprojekt in Albanien.
Marianna Moosbrugger startete ein Filzprojekt in Albanien. ©Dietmar Fetz
Marianna Moosbrugger unterstützt Hilfsprojekt
Filzen in Albanien

Durch das Engagement von Marianna Moosbrugger aus Au konnte im Rahmen des von Pfarrer Franz Winsauer initiierten Albanien-Hilfsprojekts in der Stadt Rreshen auch das Projekt „Handwerk für Frauen“ gestartet werden. Im Zuge ihrer Albanien-Reisen erkannte die Bregenzerwälderin, dass es für Frauen etwa im Bezirk „Mirdita“, wo die Arbeitslosigkeit bei 90% liegt, fast unmöglich ist, Arbeit zu finden. „Mein Anliegen war es, den Frauen eine Möglichkeit zu bieten, durch die handwerkliche Tätigkeit, ein- wenn auch geringes- Einkommen zu erhalten“, so die engagierte „Filzexpertin”.

Rohstoff Wolle

Da es in der Region zahlreiche Schafe gibt und somit der Rohstoff Wolle für das Filzen vorhanden ist, entschloss sich Marianna Moosbrugger erste Filzkurse für die Frauen anzubieten. Da sich jedoch bald herausstellte, dass ein Weiterarbeiten zu Hause für die Frauen auf Grund fehlender Infrastruktur (teils stand in den armseligen Behausungen nicht einmal ein Tisch zur Verfügung) nicht möglich war, wurde ein Raum angemietet und eine Art
Betrieb gegründet. Dort können die Frauen nun arbeiten und sie erhalten auch einen Lohn.

Stärkung der Persönlichkeit

Wie Marianna Moosbrugger berichtet, sind die Frauen zwar sehr arbeitswillig, allerdings sind sie es nicht gewohnt, eine eigene Meinung zu äußern, oder eigene Entscheidungen zu treffen. „Ich habe daher versucht, besonders intensiv mit jungen Frauen zu arbeiten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten klappt es mittlerweile recht gut und die Frauen beginnen mehr und mehr ihre Kreativität einzubringen“, zeigt sich Marianna Moosbrugger erfreut über die ersten Erfolge.

Handarbeit als Chance

Da es sich auch zeigte, dass die albanischen Frauen ein ausgeprägtes Geschick für das Stricken, Häkeln oder Sticken haben, wurden in der Folge auch kleine Aufträge, wie etwa Sockenstricken oder diverse Häkelarbeiten an Land gezogen, die es den Frauen ermöglichen, etwas Geld für ihre Familien zu verdienen. „Mein vordergründiges Anliegen ist es, etwas für die vielfach in Armut lebenden, unterdrückten Frauen, die kaum eine Berufsperspektive haben, zu tun“, so Moosbrugger. Umso notwendiger ist das Projekt auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Dabei richtet Marianna Moosbrugger ihren Dank ganz besonders an den Horner-Club Au, mit deren Hilfe etwa eine handgetriebene Kardiermaschine angeschafft werden konnte, oder die Auer-Aktivfrauen, die wesentlich zur Anschaffung der notwendigen Grundausstattung beigetragen haben. Diese Aktion läuft unter dem Projekt „Albanien“ (www.projekt-albanien.at, Spendenkonto: Dornbirner Sparkasse, BLZ: 20602, Ktnr.: 01-419613)) und es nennt sich „artizanati i grujas“, was soviel heißt wie gutes Handwerk für Frauen. (DIF)

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