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Fiat will 10.000 Mitarbeiter abbauen

Um sich aus dem Tiefpunkt seiner über 100-jährigen Geschichte zu retten, plant der Turiner Autokonzern Fiat weitere Personalkürzungen.

Im Rahmen des Restrukturierungsplans für den Neubeginn des Konzerns, der bei der Fiat-Aufsichtsratsitzung am 26. Juni vorgestellt werden soll, will die Autogruppe die Streichung von 8.000 bzw. 10.000 Arbeitsplätzen in die Wege leiten, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Sole 24 Ore“ in ihrer Donnerstagsausgabe. Der geplante Stellenabbau soll vor allem die Produktionsanlagen außerhalb Italiens betreffen, nachdem Fiat im Dezember 2002 bereits 5.600 Arbeitsplätze in Italien gestrichen hatte.

Der Stellenabbau soll vor allem die Belegschaft des Nutzfahrzeugproduzenten CNH Global NV betreffen, schrieb „Il Sole 24 Ore“. Fiat-Geschäftsführer Giuseppe Morchio habe den Inhalt des Entwicklungsplans bereits Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in Rom vorgestellt. Im Rahmen des Plans will Fiat weiterhin stark auch Investitionen für Innovation und Entwicklung setzen. Fünf Prozent des Gruppenumsatzes soll in Forschung investiert werden.

Der Restrukturierungsplan sieht u.a. Synergien mit dem amerikanischen Fiat-Partner General Motors (GM) vor, der seit dem Jahr 2000 einen 20-prozentigen Anteil an der Turiner Autogruppe Fiat hält. De facto sollen die beiden Autokonzerne gemeinsam neue Modelle entwickeln und so handeln als wären sie ein einziges Unternehmen, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung. Der Plan sieht auch eine Stärkung der Fiat-Marke Lancia vor.

Fiat will auch eine Vereinfachung der Gesellschaftsstruktur bewirken. So soll eine verkleinerte Holding die Synergien zwischen den Sparten Auto, Traktoren, Lkw und Flugzeugbauteile koordinieren. Auf diese Weise hofft Fiat, seine hohen Kosten einzudämmen. Ziel ist, die Verschuldung, die im März noch fünf Mrd. Euro betragen hatte, bis Ende 2003 auf 1,7 Mrd. Euro zu reduzieren.

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