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Fiakerpferd als "Geisterfahrer" auf der Wiener Südost-Tangente

Nicht schlecht gestaunt haben zwei Zivildiener des Samariterbundes (ASBÖ) am Mittwochnachmittag als ihnen auf der Wiener Südost-Tangente (A23) ein wildgewordenes Fiakerpferd entgegengaloppierte.

Geistesgegenwärtig blockierten die beiden Männer mit ihrem Funkwagen die beiden rechten Spuren der Tangente in Richtung Vösendorf und verfolgten das Pferd zu Fuß. Wenig später konnte das Tier bereits seiner Besitzerin übergeben werden.

Im dichten Nachmittagsverkehr dürfte das Pferd nach einem Kutschenunfall am Handelskai völlig verschreckt die Autobahnauffahrt entlang gelaufen sein, berichtete einer der beiden Zivildiener der APA. “Es war sehr knapp, weil viele Autofahrer das Pferd erst sehr spät gesehen haben”, sagte der 21-jährige Marco Vezjak. Der Zivi, der zu Fuß die Verfolgung aufnahm, konnte das Pferd rasch einfangen. “Ich habe ruhig auf das Tier eingesprochen und es auf den Pannenstreifen gelotst”, meinte er. Mit einem abgerissenen Zügel hat der junge Mann das Tier am Geländer festgebunden. Nach wenigen Minuten sind Polizei und auch die Besitzerin des Pferdes eingetroffen. Das Tier wurde zu Fuß über die Abfahrt Handelskai in Sicherheit gebracht.

Durch das geistesgegenwärtige Handeln der Besatzung des Samariterbund-Funkwagens konnte Schlimmeres verhindert werden. Eine Physiotherapie-Patientin, die sich im Funkwagen befand, erlebte den Zwischenfall bei bester Laune quasi “in der ersten Reihe” mit. “Sie bat mich, ihr beim Aufsetzen behilflich zu sein”, meint David Seidl, “damit sie alles möglichst gut beobachten kann.” Nach 20 aufregenden Minuten setzte der Funkwagen seine Fahrt fort.

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