Führende Auskunfteien gegen Schwarze Schafe

Die aktuelle Berichterstattung und laufende strafgerichtliche Ermittlungen nähren einen bösen Verdacht: bei bestimmten Unternehmen der Branche dürfte es zur illegalen Beschaffung und Weitergabe von Exekutionsdaten gekommen sein. In einer Aussendung am Freitag nehmen die führenden Auskunfteien Stellung dazu.

Die führenden Auskunfteien Österreichs, Creditreform Österreich, Dun & Bradstreet und KSV1870, weisen in der aktuellen Aussendung, derartige Praktiken von sich und distanzieren sich entschieden von Mitbewerbern mit illegalen Methoden. 

Für die schon seit Jahrzehnten etablierten, seriösen Auskunfteien ist es selbstverständlich, dass nur Daten aus legalen Quellen verarbeitet würden. Trotzdem käme es in der Vergangenheit immer wieder zu Beschwerden Betroffener und Anfragen der Medien zu dubiosen Geschäftspraktiken anderer Unternehmen der Branche. Die brandaktuelle Berichterstattung lasse darauf schließen, dass es in der Branche offenbar einzelne Schwarze Schafe gebe, die gesetzliche Verpflichtungen ignorieren.

Die Geschäftsführer der führenden Auskunfteien Österreichs stellen dagegen unisono fest: „Wir wissen genau, aus welchen Quellen unsere Daten oder die unserer Zulieferer stammen. Besonders wichtig ist uns, dass nur legal beschaffte Daten gesammelt werden. Wir bedauern es sehr und distanzieren uns davon, dass diese Haltung nicht auf alle Anbieter von Bonitätsinformationen zutrifft.“ Es sei in Österreich nur bei Nachweis eines rechtlichen Interesses gestattet, im Wege des Gerichts über Exekutionsdaten Auskunft zu erhalten.

Obwohl sowohl die Beschaffung ohne rechtliches Interesse als auch insbesondere die kommerzielle Weitergabe derartiger Daten an Dritte unzulässig sei, scheine es einen Handel mit hunderttausenden derartiger Daten, die auch Eingang in Bonitätsinformationen fanden, gegeben zu haben. Nicht nur die Beschaffung und Weitergabe dieser Daten dürfte illegal gewesen sein, auch ihre unbedingt erforderliche laufende Aktualisierung erscheine in hohem Maße fragwürdig.

Ohne diese permanente Wartung der Daten könne es keine zuverlässige Bonitätsaussage geben, die sich auf Daten aus dem Exekutionsregister gründet. „Im Sinne des guten Rufs der Branche ist es uns allen ein Anliegen, dass der Sachverhalt einwandfrei aufgeklärt wird und die offenbar vorhandenen Schwarzen Schafe bald zur Verantwortung gezogen werden“, so die Geschäftsführer der drei Kreditauskunfteien, Rainer Kubicki von Creditreform, Dieter Bodingbauer von Dun & Bradstreet und Johannes Nejedlik vom KSV1870 abschließend.

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