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Feuriger Auftakt bei der Fußball-WM der Frauen

©REUTERS/Canva
Am Donnerstag beginnt die neunte Fußball-WM der Frauen mit den zwei Auftaktspielen der Gastgeberinnen.

In Auckland ist Neuseeland gegen Norwegen (9.00 Uhr) in der Underdog-Rolle, während in Sydney Australien gegen Irland (12.00 Uhr/beide live ORF 1) eröffnet und für einige als Geheimfavorit gilt. In Auckland findet auch die Eröffnungsfeier des Turniers der Superlative statt. FIFA-Präsident Gianni Infantino rührte dafür im Vorfeld noch einmal die Werbetrommel.

"Bereit loszulegen"

Neuseeland hat bei seinen bisher fünf WM-Teilnahmen noch kein Match gewonnen. "Wir werden immer als Außenseiter gesehen", sagte "Black Ferns"-Mittelfeldspielerin Ria Percival am Mittwoch. "Wir haben das immer angenommen und werden das auch morgen im ersten Spiel tun. Wir freuen uns einfach, hier zu sein, und sind bereit loszulegen." Norwegen mit Topstar Ada Hegerberg, Gewinnerin des Ballon d'Or 2018, möchte sich nach dem enttäuschenden Vorrunden-Out bei der EM 2022 rehabilitieren. Unter anderem setzte es für den Weltmeister von 1995 vor einem Jahr eine 0:1-Niederlage gegen Österreich.

Australien dagegen will sich bei der Heim-WM endgültig im Konzert der Großen etablieren. Auf Platz zehn des FIFA-Rankings gelegen, haben die Australierinnen sieben der zuletzt absolvierten acht Partien gewonnen. Darunter waren Siege gegen die Mitfavoriten Frankreich und England. Die aktuelle Generation der "Matildas" gilt als bestes australische Nationalteam, das bisher zusammengefunden hat, und möchte vor einem Rekordpublikum in heimischen Stadien für Furore sorgen.

Ein Sieg ist Pflicht

"Die Aussies lieben ihren Sport, nicht wahr?", erklärte Chelsea-Stürmerin Samantha Kerr, die besonders im Fokus steht. "Aber zu Hause zu sein und ein Gefühl dafür zu bekommen, durch die Straßen zu gehen und die Menschen zu sehen, die begeistert sind oder im ganzen Land herumfliegen, um uns zu sehen, ist schön." Gegen WM-Debütant Irland ist ein Sieg Pflicht.

In Neuseeland verlief der Ticketverkauf bis jetzt eher schleppend, dennoch gab sich FIFA-Präsident Infantino zuversichtlich, dass die WM ein voller Erfolg werde. Das Turnier werde auch jene überzeugen, die dem Frauen-Fußball noch skeptisch gegenüberstehen, meinte er. "Viele Leute, die glauben, dass Frauen-Fußball immer noch kein großartiges Spiel ist, oder nicht so unterhaltsam oder eine schlechte Kopie des Männer-Fußballs, werden sehen, dass es ein fantastisches Spiel ist, wenn sie zum ersten Mal ein Match sehen", sagte der Schweizer. "Das Niveau ist in den letzten zehn Jahren unglaublich gestiegen." Der Weltverband rechnet mit zwei Milliarden TV-Zuschauern für das Turnier mit 64 Spielen.

In Alltagskultur verankert

In vielen Ländern ist die Frauen-WM bereits wie das Männer-Turnier in der Alltagskultur verankert und wird dementsprechend verfolgt. In Brasilien beispielsweise, das seit dem Erfolg der Männer 2002 nach einem WM-Titel lechzt, wurden im Öffentlichen Dienst sogar die Arbeitszeiten angepasst, damit die Bediensteten die WM-Spiele anschauen können. "An Tagen, an denen die Spiele um 7.30 Uhr in der Früh stattfinden, beginnt die Arbeitszeit um 11.00 Uhr Brasília-Zeit", heißt es in einer Verordnung von Verwaltungsministerin Esther Dweck. "An Tagen, an denen die Spiele um 8.00 Uhr stattfinden, beginnt die Arbeitszeit um 12.00 Uhr Brasília-Zeit".

(APA)

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