Feuer in Klagenfurter Asylwerberheim nicht gelegt

Zweites Ermittlungsverfahren schließt Anschlag aus
Zweites Ermittlungsverfahren schließt Anschlag aus ©APA (Archiv/Eggenberger)
Das Feuer, bei dem in einem Asylwerberheim in Klagenfurt im Juni 2008 ein Afrikaner ums Leben gekommen war, ist nicht gelegt worden. Dies berichtet der Kurier. Der Mann stürzte sich in Panik aus dem Fenster und zog sich tödliche Kopfverletzungen zu.

Hatte es zuerst geheißen, Brandstiftung sei auszuschließen, hieß es im November 2008 plötzlich, ein Brandbeschleuniger sei im Spiel gewesen.

 Nun ergab das zweite Ermittlungsverfahren, dass ein Anschlag endgültig auszuschließen sei, berichtet der Kurier in seiner (morgigen) Donnerstag-Ausgabe. “Zahlreiche weitere Zeugen wurden einvernommen – ohne neue Erkenntnisse”, sagte Oberst Hermann Klammer vom Landespolizeikommando Kärnten. Schon die ersten Untersuchungen seien akribisch geführt worden. Hinweise auf Brandstiftung hätten sich nicht ergeben.

Auf Antrag des Anwalts eines Verwandten des Todesopfers wurde dann aber ein Gutachten erstellt. Darin war plötzlich von einem “Brandbeschleuniger” die Rede. Deshalb ließ die Staatsanwaltschaft den Fall erneut untersuchen. Das Feuer in dem Heim war am 12. Juni in der Früh ausgebrochen. Viele der 37 dort wohnenden Asylwerber aus Afrika sprangen in Panik aus den Fenstern.

Sie begründeten ihre Reaktionen damit, dass sie niemals damit gerechnet hätten, dass so schnell Hilfe eintreffen würde. Die Erfahrungen aus ihrer Heimat hätte die Menschen gelehrt, bei Feuer sofort die Flucht zu ergreifen, erklärten einige Betroffene damals. Drei Menschen erlitten schwere Verletzungen, 16 weitere mussten mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus. Eine Stunde nach Ausbruch des Feuers waren die Flammen gelöscht.

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