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Festnahmewelle in Tibet - Selbstverbrennung von dreifacher Mutter

Die Proteste in und um Tibet reissen nicht ab.,
Die Proteste in und um Tibet reissen nicht ab., ©AP
Die Serie der Selbstverbrennungen von Tibetern reißt nicht ab und Chinas Behörden reagieren mit harter Hand darauf.
Festnahmewelle nach Selbstverbrennung in Tibet
Tibet-Gesellschaft kritisierte Fischer

In Lhasa und anderen tibetisch bewohnten Regionen werden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Es soll Hunderte von Festnahmen gegeben haben. Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft über das tibetische Volk hat sich erneut eine Tibeterin selbst verbrannt.

Wie die in London ansässige Organisation Free Tibet am Donnerstag berichtete, überschüttete sich die Mutter von drei Kindern am Mittwoch vor einem Kloster im Kreis Aba in der südwestchinesischen Provinz Sichuan mit Benzin und zündete sich an. Die Tibeterin namens Rechok sei Mitte 30 gewesen und starb, bevor sie ins Krankenhaus gebracht werden konnte.

Weitere Selbstverbrennungen in Tibet

Erst am Sonntag hatten sich zwei Tibeter in der tibetischen Hauptstadt Lhasa selbst verbrannt. Einer vertarb, der andere überlebte nach offiziellen Angaben verletzt. Es waren die ersten derartigen Protestaktionen in Lhasa gegen die chinesische Oberhoheit seit einer Demonstrationswelle vor vier Jahren. Nach den Selbstverbrennungen sind die Sicherheitsmaßnahmen deutlich verschärft worden. Wie der US-amerikanische Sender Radio Free Asia (RFA) berichtete, seien seit Sonntag in Lhasa etwa 600 Tibeter in Gewahrsam genommen worden. Da ausländische Journalisten nicht in das von China besetzte Gebiet reisen dürfen, können die Angaben des Senders vom Mittwochabend nicht unabhängig bestätigt werden.

Festgenommene Bewohner von Lhasa seien in das Militärgefängnis Tsalgunthang oder das Gutsa-Gefängnis der Staatssicherheit gesteckt worden, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfBV). Pilger seien abgeschoben worden. Ausländische Touristen, die den Zwischenfall am Sonntag auf dem Barkor Pilgerweg fotografiert hatten, wurden nach diesen Angaben von Sicherheitskräften in ihre Hotels gebracht und mussten die Fotos löschen. Viele Tibeter mieden jetzt öffentliche Plätze in Lhasa aus Angst, festgenommen zu werden.

In der Südwestregion Aba (tibetisch: Ngaba), wo bisher die meisten Selbstverbrennungen passiert sind, herrsche seit Wochen praktisch Militärrecht. “Doch obwohl viele Ortschaften immer wieder mit Straßensperren von der Außenwelt abgeriegelt werden und in den Straßen schwer bewaffnete Sicherheitskräfte patrouillieren, gelingt es den Ordnungskräften nicht, neue Selbstverbrennungen zu verhindern”, sagte GfBV-Asienreferent Ulrich Delius.

Um Unruhen während eines laufenden buddhistischen Festmonats zu unterbinden, hatte ein kommunistischer Spitzenfunktionär in Tibet die Behörden auch zu stärkeren Kontrollen des Internets und von Kurznachrichtendiensten aufgefordert. Die Führung in Peking wirft dem Dalai Lama, dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter, Anstiftung zu Selbstverbrennungen vor.

Seit 2009 haben sich damit schon 38 Tibeter in den Provinzen Sichuan, Qinghai, Gansu und der Autonomen Region Tibet aus Protest gegen die chinesische Fremdherrschaft über das Hochland selbst angezündet. Mehr als 20 kamen dabei ums Leben. (APA)

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