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Festliche Osteroktav mit Erstkommunion

Schruns. "Wenn meine Mama es mir erlaubt, werde ich Ministrant." Andreas Steiner hat die eindrucksvollen Bilder seiner Erstkommunion am Weissen Sonntag auch Tage danach noch gut vor Augen.
Bildserie

In Schruns ministrieren nur männliche Messdiener. Einige weitere Erstkommunikanten zeigen ebenfalls blitzschnell auf, als sie gefragt werden, wer von ihnen ministrieren will.

Es war ein österlicher Festreigen, den die Pfarrgemeinde Schruns von der Weihe des Osterfeuers in der Osternacht bis zur Feier der Erstkommunion am Oster-Oktavtag erlebte: Gemeinsam mit jeweils hunderten Pfarrangehörigen, unter ihnen der Pfarrkirchenchor und dutzende Ministranten sowie vielen Gästen, feierte Pfarrer Herbert Böhler die Ostergottesdienste.

Fast alle der zehn Mädchen und fünfzehn Buben, die in der Pfarrkirche St. Jodok erstmals zum Tisch des Herrn geladen waren, feierten das Fest in der Montafoner Tracht. Als “emotional und gefühlsintensiv” bezeichnet Lehrerin Tanja Schaub im Gespräch zu Wochenbeginn die Liturgie am Weissen Sonntag. Neben dem geschätzten Kirchenchor gestaltete der Jugendchor “Vrwäga” die Liturgiefeier musikalisch-ergreifend mit.

Vor dem erstmaligen Empfang des Sakraments der Eucharistie, vermittelte Pädagogin Schaub den Erstkommunionkindern im Religionsunterricht, dass Gott “einen neuen Bund mit uns Menschen schließt. Himmel und Erde verbinden sich”.

Die Hostie hat mir gut geschmeckt”, erzählt Andreas Steiner, der mit anderen Zweitklässlern und deren Eltern die Hostienbäckerei im Kloster in Feldkirch-Altenstadt besuchte. Diese Besichtigung taugte auch Anna Vonbank: “In der Bäckerei habe ich eine sehr große Hostie gesehen”, erinnert sich das Mädchen, legt beide Hände auf die Schulbank und zeigt dem neugierigen Besucher die genaue Oblatengröße.

“Das Geräusch beim Hostienmachen im Kloster hat mir gefallen”, lächelt Simon Lerch, dem auch das Gestalten seines Weihwasserfläschchens Freude machte. Raffael Ihle erinnert sich gerne an die abwechslungsreichen Programmpunkte vor dem Fest: “Ich habe z. B. Palmbuschen gebunden und Tonkreuze gestaltet.” Mathias Schlatter denkt begeistert an die Erstkommunion zurück: “Das Beste war, dass wir die Hostie gekriegt haben!”. Nina Netzer freut sich über die gelungene Kerze für die Erstkommunion, die sie gemeinsam mit der Mutter eines Mitschülers kreierte.

Lara Gras, die zweimal eine Kirchenführung mit Pfarrer Böhler mitmachte, erinnert sich an die mahnenden Worte des netten Geistlichen (“Seid brav bei der Erstkommunion!”) und die lustig empfundene, musikalisch gestaltete Beichtfeier. Stichwort Musik: Auch die Kirchenorgel beeindruckte die Kinder, als ihnen das Instrument vorgestellt wurde: “Sie hat 2867 Orgelpfeifen”, weiß Samuel Gamon. “Meine Schwester Jasmin hat beim Fest im Jugendchor gesungen”, denkt Samantha Wiess gerne an das schöne Ereignis zurück, wo zu Mittag Schnitzel und Pommes festlich aufgetischt wurden.

“Das Fest der Erstkommunion war von A bis Z ein wunderbarer Tag, wo im Prinzip alles wie am Schnürchen geklappt hat”, freut sich die Schrunser Volksschuldirektorin Anni Loos. Teilweise nach Nüziderser Vorbild, waren heuer zum fünften Mal die Eltern der Erstkommunionkinder über sechs Monate hinweg aktiv in die Festvorbereitung eingebunden: Nach Anregung von Lehrerin Kerstin Moll waren Arbeitsgruppen gebildet worden, die von einem erfahrenen Team begleitet wurden. Direktorin Loos betont, wie wichtig es ihr sei, dass die Kinder sonntags – in Begleitung ihrer Eltern – einen Gottesdienst mitfeierten. “Die Verantwortung der Eltern für das Kind kommt hier zum Tragen”, unterstreicht die Direktorin im Gespräch.

Gerhard Scopoli

Bild: Die meisten Kinder, die erstmals zum Tisch des Herrn geladen waren, kamen in der Montafoner Tracht. Die Fotos der Bilderserie entstanden am Ostersonntag und bei der Erstkommunionfeier.
Bilder: Gerhard Scopoli

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