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Ferienpark Galgenul – die Pläne sind noch nicht vom Tisch

Hier, im Ortsteil Galgenul, soll der Ferienpark entstehen.
Hier, im Ortsteil Galgenul, soll der Ferienpark entstehen. ©VOL.AT/Raphaela Lechleitner
St. Gallenkirch - Die kontroversen Diskussionen um den Ferienpark in Galgenul sind in den letzten Monaten leiser geworden. Jetzt werden die Pläne zu dem Bauvorhaben wieder aus der Schublade geholt.
Hier soll der Ferienpark entstehen.
Der Lageplan des Großprojekts

Wie Ewald Tschanhenz, Bürgermeister der Gemeinde St. Gallenkirch, im VOL.AT-Gespräch informiert sollen die Projektbetreiber erneut Gespräche zum Ferienpark-Bau geführt haben. Die Grundstückseigentümer hätten weitere Zustimmungen gegeben. Voraussetzung sei jedoch eine Veränderung des bisher geplanten Platz für Hauptgebäude und Zufahrt. Diese Forderungen sollen nun in einer Umplanung berücksichtigt und in weiterer Folge dem Gemeindevorstand und den Zuständigen für Raumplanung präsentiert werden.

360-Grad-Blick auf den Bauplatz

Der Bürgermeister klärt auf

Mit 150 Unterschriften wehrte sich eine Gegeninitiative im Mai dieses Jahres, um das Projekt zu stoppen. Bedenken hatten die Gegner vor allem hinsichtlich des erhöhten Verkehrsaufkommens. Tschanhenz widerspricht: „Mit solch einem Projekt wird klar gegen mehr Verkehr gewirkt. Wir möchten weg vom Tagestourismus und hin zum stationären 7-Tages-Gast.“ Des Weiteren befürchten die Projektkritiker eine zu geringe Auslastung, die Billigvermietungen und Genehmigungen von Zweitwohnsitzen zur Folge haben könnte. Der Bürgermeister verdeutlicht: „Der Betreiber verpflichtet sich, den Ferienpark 20 Jahre lang zu führen.“ Da das Grundstück für den Ferienpark gewidmet sei, müssten die einzelnen Ferienwohnungen an ständig wechselnde Gäste vermietet werden. Ausnahme sei der Anspruch auf Eigennutzung, der sich auf drei bis maximal sechs Wochen im Jahr belaufe. Und: „Die Grundstückswidmung gilt auch nach Ablauf der zwanzig Jahre.“

Mehr Attraktivität als Tourismusgemeinde

Für den Bürgermeister ist es ein besonderes Anliegen, dass St. Gallenkirch ein attraktiver Urlaubsort bleibt. Deshalb gebe es auch Qualitätsforderungen an die Investoren: Führung des Betriebs in der Vier-Stern-Kategorie, verträgliche Architektur, öffentliche Gastronomie sowie eine Finanzierungs- und Fertigstellungsgarantie. Tschanhenz verweist zudem auf die positiven Erfahrungen mit ähnlich geführten Tourismusbetrieben: „Der Ferienpark Landal macht 40 Prozent der Nächtigungen in Gargellen aus. Ebenso sorgte das Apparthotel Gastauer in St. Gallenkirch für ein Beleben der umliegenden Geschäfte.“

Umstrittenes Großprojekt

18.000 Quadratmeter landwirtschaftliche Fläche wurden für den Ferienpark im Ortsteil Galgenul in Bauland umgewidmet. Auf dieser Fläche sollen 2015 zwischen 25 und 28 Ferienhäuser und ein Hauptgebäude mit bis zu 270 Betten entstehen. Die Kosten dafür werden mit 16,5 Millionen Euro angegeben.

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