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Fenninger bleibt nach Entschuldigung bei Schröcksnadel im ÖSV

Zweieinhalbstündiges Gespräch am Mittwochnachmittag mit Salzgeber als "Mediator"
Zweieinhalbstündiges Gespräch am Mittwochnachmittag mit Salzgeber als "Mediator" ©APA
Erst nachdem ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel auf das notwendige Einhalten der Regeln hingewiesen hatte, ohne die der Skiverband nicht so erfolgreich funktionieren würde, bekannte der Tiroler zur rebellierenden Rennläuferin Anna Fenninger Farbe.
Wendepunkt in Fenningers Karriere?
"Ich habe diese Lügen satt"
Protokoll nachträglich geändert?
Bilder der Pressekonferenz

“Anna bleibt volles Mitglied im ÖSV und akzeptiert alle Regeln”, erklärte Schröcksnadel vor großer Medienschar auf einer Pressekonferenz in Wien.

Die komplette ÖSV-Pressekonferenz als Video

Rainer Salzgeber als “Mediator”

Seit dem Dopingskandal in Turin habe er nicht mehr so viele Journalisten gesehen, meinte Schröcksnadel am Donnerstag sichtlich überrascht, nachdem das erste Blitzlichtgewitter nach seinem Eintreffen im Hotel Marriott am Ring etwas nachgelassen hatte. Am Mittwochnachmittag habe es in Innsbruck ein kurzfristig anberaumtes, zweieinhalbstündiges Gespräch mit Fenninger gegeben, dass auf Vermittlung von Head-Rennchef Rainer Salzgeber zustande gekommen sei, berichtete der ÖSV-Boss. “Er war der Mediator”, sagte Schröcksnadel.

“Es tut ihr leid”

Die zweifache Gesamtweltcupsiegerin, die am Donnerstag 26 Jahre wurde und nun doch noch einen halbwegs angenehmen Tag gehabt haben dürfte, habe sich auch bei ihm entschuldigt.

Fenninger hatte zuvor am Dienstagabend mit einer scharf formulierten, emotionalen Stellungnahme auf die Streitigkeiten ihres Managements mit dem ÖSV reagiert und Schröcksnadel persönlich angegriffen. “Wenn wir ehrlich sind, zählt meine Meinung nicht – mir wird sowieso das Wort im Mund umgedreht. Ehrlichkeit hat hier keinen Platz – ich bin müde und kann nicht mehr. Ich habe all diese Lügen satt!”, schrieb die Salzburgerin auf Facebook. Dieses Posting erhielt binnen 24 Stunden mehr als 100.000 “Likes”.

“Es tut ihr leid”, sagte Schröcksnadel, der der Olympiasiegerin und Weltmeisterin auch künftig sehr gute Betreuung versprach. “Für mich ist sie eine super Sportlerin, eine nationale Heldin, die eine hohe Leistung gebracht hat. Ich mochte sie immer.”

Schröcksnadel: Ungerechtigkeiten ärgern mich

Er sei im Internat aufgewachsen und Lügen und Ungerechtigkeiten würden ihn ärgern. Schröcksnadel berichtete, dass ihm die Vorgänge der vergangenen Tage so nahe gegangen seien, dass er sogar im Krankenhaus gelandet sei, weil er auf der linken Seite nichts mehr gespürt habe. “Eine Hochdruckattacke”, hätten ihm die Ärzte gesagt, eine alte Verletzung im Nackenbereich habe sich da im Ärger wieder bemerkbar gemacht.

“Ja, wir lieben uns”

Anfangs sei das Klima im Gespräch mit Fenninger “frostig” gewesen. “Zum Schluss haben wir gesagt: Lieben wir uns? Ja wir lieben uns.” Auf die Frage, ob er glaube, dass Fenninger das alles unbeschadet überstehen werden, meinte der 73-Jährige: “Ich werde Anna helfen. Sie wird für euch jetzt nicht erreichbar sein, aber sie wird sich melden”, erbat er, die Athletin in den kommenden Tagen in Ruhe zu lassen.

APA
APA ©Zum Vorwurf, dass Marcel Hirscher eine wesentlich umfassende Betreuung als Fenninger erhält: “Hirscher greift Notfalls selbst zur Schaufel, ich habe Herrn Kärcher noch nie mit einer Schaufel gesehen.” Zum Beweis präsentiert Schröcksnadel ein Foto – Hirscher mit Schaufel. APA

 

ÖSV will nichts mehr mit Fenninger-Manager zu tun haben

Was Fenningers Manager Klaus Kärcher betrifft, so will der ÖSV mit ihm nichts mehr zu tun haben. Er sei kein guter Manager, er habe ganz Österreich auseinanderdividiert, sagte Schröcksnadel. “Wir wollen nicht, dass unsere Aktivitäten und unser System unterlaufen werden.” Sollte Kärcher Anna weiterhin beraten, sei das ihre Angelegenheit. Der ÖSV habe ihr aber angeboten, sich um ihre Belange zu kümmern. Kärcher indes teilte per E-Mail mit, dass “Anna Fenninger weiterhin durch die Agentur Vitesse Kärcher vertreten und beraten” werde. Ob der Friede also lange halten wird, sei dahingestellt.

Mercedes-Kampagne fachte Streit neu an

Schröcksnadel selbst hat laut eigenen Angaben seit einem Jahr nicht mehr mit Kärcher geredet. Sportdirektor Hans Pum und Generalsekretär Klaus Leistner waren beim Friedensgespräch am 10. Juni in Salzburg anwesend. In dem wurden laut gemeinsamer Aussendung einen Tag später alle Streitpunkte ausgeräumt, ehe der Start einer Mercedes-Inseratenkampagne mit Fenninger zu Wochenbeginn das Feuer neuerlich anfachte. Denn Mobilitätspartner des ÖSV ist Audi, die Zusammenarbeit mit Konkurrenzprodukten ist Athleten nicht gestattet.

Schröcksnadel kündigte Konsequenzen für Fenninger an, Mercedes stoppte noch am Mittwoch die Kampagne, um die sportliche Zukunft der Rennläuferin nicht zu gefährden. Es folgten ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen den Anwälten der beiden Parteien, ehe Fenninger nach einem sehr emotionalen und anklagenden Facebook-Posting sogar der Ausschluss aus dem ÖSV drohte.

Wendung kam überraschend

Und deshalb kam es auch überraschend, dass Schröcksnadel der aufgebrachten Rennläuferin, die für ihre klaren Worte viel Unterstützung bekommen hatte, ebenso wie aber auch der ÖSV für sein System, die Hand reichte. Wahrscheinlichste Variante wäre gewesen, dass der ÖSV Fenninger zwar eine Rennlizenz gegeben hätte, sie sich aber außerhalb des Verbandes alles selbst finanzieren hätte müssen. Das hätte laut Schröcksnadel im Jahr zwischen 400.000 und 600.000 Euro ausgemacht.

Schröcksnadel: Nur männliche Trainer offenbar Problem

Zur ihm vorgeworfenen Frauenfeindlichkeit meinte Schröcksnadel, dass er derjenige gewesen sei, der den Damenskisport gerettet habe, als diesen keine Skifabrik mehr ausrüsten wollte. Später meinte er auch, dass er aus dem Gespräch aus Fenninger mitgenommen habe, dass man in Zukunft versuchen werde, auch Frauen im Trainerbereich auszubilden. Nur männliche Trainer seien offenbar ein Problem, weil Frauen und Männer eine andere Sprache sprechen. Und was die viel diskutierte Athletenerklärung – wird in Medien oft Knebelvertrag genannt – betrifft, meinte er, dass sie zu 90 Prozent den Regeln des Ski-Weltverbandes entspreche.

“Es gibt keinen Platz für einen Manager in diesem Sport. Ein Manager macht keine Arbeit für den Sportler”, erklärt der…

Posted by Kilian Albrecht on Donnerstag, 18. Juni 2015

Protokoll geändert? ÖSV: Korrektur normaler Vorgang

Zur Sprache brachte Schröcksnadel auch das Sitzungsprotokoll aus dem Friedensgespräch, das laut “WirtschaftsBlatt” nachträglich vom ÖSV verändert worden sein soll. Leistner erklärte, dass es ein normaler Vorgangs sei, ein (von der anderen Partei erhaltenes/Anm.) Protokoll zu korrigieren. Schröcksnadel erklärte zudem, dass nach wie vor wegen des in die Öffentlichkeit gelangten vertraulichen E-Mails von Fenninger an ÖSV-Funktionäre ermittelt werde. “War es einer von uns, fliegt er raus. War es einer von Anna, wird sie die Konsequenzen ziehen.”

Fenningers Engagement für Laureus nicht unterbunden

Fenningers Engagement für – die von Mercedes unterstützte – Laureus Sport for Good Fundation und Build-an-Ark will der ÖSV nicht unterbinden. Wie Thomas Herzog von Build-an-Ark, das sich u.a. dem Schutz der Geparden widmet, am Donnerstag sagte, habe er von diesem Inserat, auf dem Fenninger und ein Auto zu sehen sind und der Hinweis auf Build-an-Ark klein ausfällt, keine Kenntnis gehabt. Es hätte auch anders ausfallen und Fenninger mit einem Geparden zeigen sollen. Auch habe Mercedes bei Manager Kärcher vor der Veröffentlichung noch nachgefragt, ob das so in Ordnung gehe, erzählte Herzog.

ÖSV “sozialer Verband”

Der ÖSV verfügt über ein Budget von 40 Millionen Euro, 1,6 Millionen stammen aus Förderungen. Der ÖSV sei ein “sozialer Verband”, stellte Schröcksnadel fest. Das System beruhe auf Teamsponsoren, mit Einnahmen aus u.a. Alpinsport werden alle anderen Sparten querfinanziert. Vom Training bis zu WM-Beschickungen werde den Athleten alles bezahlt. “Bis zur Nachspeise und dem Kaffee.” Das könne nur funktionieren, wenn die Regeln eingehalten werden.

Versöhnungs-Pressekonferenz: Schröcksnadel-Zitate

“Die Sprache der Frau ist eine andere als die des Mannes. Wenn ein Mann beim Auto fahren auf die Toilette musst heißt es “Fahr rechts ran”, eine Frau sagt “Geh Schatzi, willst nicht stehen bleiben und einen Kaffee trinken?”

“Ich werde ihr helfen, sie wird sich die nächsten Tage nicht melden” – Schröcksnadel über Fenninger.

“Ich bin ein Fischer, ich weiß, wann der Fisch beißt” – Auf die Frage, warum das alles – so lange – nötig war.

“Wir wollen nicht, dass unsere Aktivitäten unterlaufen werden. Uns ist recht, was Geld bringt.”

“Wir sind organisiert wie ein super Betrieb!”

“Ich muss nicht ewig Krieg führen” – auf die Frage, warum es keine Konsequenzen gibt.

War dieser Tsunami notwendig? “Manchmal braucht es einen, dass wirklich etwas passiert.”

“Anna wurde in etwas gedrängt, was sie nicht wollte” – auf die Frage, warum die letzte Vereinbarung nicht länger hielt.

“Ich habe den Damenskisport gerettet”

Liveticker-Nachlese zur Pressekonferenz

Pressekonferenz des ÖSV zur Causa Fenninger

Reaktionen zur am Donnerstag verkündeten Einigung des Österreichischen Skiverbandes mit der zweifachen Weltcup-Gesamtsiegerin Anna Fenninger:

Jürgen Kriechbaum (Damen-Rennsportleiter/zur APA):
"Natürlich bin ich über die Einigung sehr froh, weil man schon vieles durchmacht, Erfolge, Misserfolge, das verbindet schon sehr. Ich nehme an, dass es jetzt schon einigermaßen so weitergehen wird wie in der Vergangenheit. Wenn ich mir vorstelle, dass sie mit einem eigenen Team außerhalb des ÖSV mit österreichischer Lizenz fährt, aber letztendlich kein gemeinsames Training machen kann, dann stößt du auf gröbste Probleme, man kann sich nicht aus dem Weg gehen. Deswegen bin schon sehr froh, es wäre nicht besonders gut gewesen. Wirtschaftlich wäre es möglich, sportlich hätte es gröbste Auswirkungen. Wie sich das alles jetzt auf Anna auswirken wird, kann ich schwer beurteilen. Man muss jetzt über die ganzen Vorgänge schon einmal intensiv nachdenken, warum es so weit gekommen ist. Ich glaube schon, dass das zu klären ist. Dann kann man endgültig einen richtigen Schlussstreich ziehen und damit abschließen. Wann Anna das nächste Mal bei einem Trainingskurs dabei sein wird, kann ich jetzt nicht so genau sagen, sie wird aber im August mit nach Neuseeland fliegen."

Rainer Salzgeber (Head-Rennchef/zur APA):
"Logisch, wir müssen alle sehr zufrieden sein, dass es so gekommen ist. Es war mir auch ein persönliches Anliegen, ich kenne Anna, seit sie zwölf Jahre ist. Aber es hilft nichts, es müssen die zwei Hauptpersonen ein Gespräch führen, das ist zum Glück passiert. Ich glaube, dass es hält. Es waren Punkte zu besprechen, und die sind ausgesprochen. Peter hat klar und ehrlich seine Standpunkte vertreten. Anna ist eine jener Damen, die mit Druck und unangenehmen Situationen umgehen kann. Das zeichnet sie aus. Das sportliche Umfeld war davor und ist jetzt geregelt, das passt alles."

Mikaela Shiffrin (US-Skirennläuferin/via Facebook): "Du bist eine der Schlüsselpersonen, die diese Begeisterung für unseren Sport schaffen. Ich bewundere diese Tapferkeit, ich hoffe, dass du den gegenwärtigen, unglücklichen Konflikt überwinden wirst und es eine gute Lösung für alle geben wird."

Gerald Klug (Sportminister/via Ausendung): "Dieser Konflikt hat ganz Österreich bewegt. Es ist wichtig, dass es jetzt zu einer Einigung gekommen ist. Anna Fenninger ist unsere erfolgreichste Skisportlerin. Ich freue mich, dass sie dem österreichischen Sport auch zukünftig erhalten bleibt. Ich hoffe, dass sich Anna Fenninger jetzt wieder ganz auf den Sport und ihre Vorbereitungen auf die kommende Saison konzentrieren kann."

Mirna Jukic (ehemalige Schwimmerin/via Blog): "Das einzige, was irgendwie auf der Habenseite steht, ist eine enorme Medienpräsenz einer Wintersportart mitten im Juni. Die Zeitungen sind voll mit Skifahren, während das Fußballnationalteam gerade den vorentscheidenden Schritt zur Fußballeuropameisterschaft gemacht hat! Das ist schon eine Leistung. Aber in dieser Form werden doch nur alle Beteiligten medial beschädigt. Das ist ein hoher Preis und ein Spiel ohne Gewinner."

Dieter Krassnig (ehemaliger österreichischer Snowboardprofi/via Blog):
"Anna, schick diesen Manager in die Wüste!" Fenningers Management (via Aussendung): "Anna Fenninger wird weiterhin durch die Agentur Vitesse Kärcher vertreten und beraten."

Sportminister Gerald Klug: "Dieser Konflikt hat ganz Österreich bewegt. Es ist wichtig, dass es jetzt zu einer Einigung gekommen ist. Anna Fenninger ist unsere erfolgreichste Skisportlerin. Ich freue mich, dass sie dem österreichischen Sport auch zukünftig erhalten bleibt. Ich hoffe, dass sich Anna Fenninger jetzt wieder ganz auf den Sport und ihre Vorbereitungen auf die kommende Saison konzentrieren kann."

In Kürze gibts hier auf VOL.AT das ganze Video zur Pressekonferenz.

Die Pressekonferenz ist somit beendet. Resümee: Anna Fenninger fährt weiterhin für den ÖSV. Der Ski-Star hat sich bei Schröcksnadel entschuldigt. Ihr Manager Klaus Kärcher wird künftig nur noch als 'Berater' tätig sein.

Jetzt wirds kurios. Schröcksnadel im Wortlaut:
"Es ist immer kritisch, wenn Frauen von Männern trainiert werden. Leider melden sich keine Frauen. Aber sie sprechen eine andere andere Sprache. Wenn ein Mann beim Auto fahren auf die Toilette musst heißt es "Fahr rechts ran", eine Frau sagt "Geh Schatzi, willst nicht stehen bleiben und einen Kaffee trinken"?"

Die Zusammenarbeit zwischen Manger Kärcher und Fenninger wird angeblich nicht beendet. Allerdings nicht mehr als Manager, sondern vermutlich in Form eines Beraters. Der ÖSV wird mit Kärcher nicht mehr sprechen.

Angeblich gibt es keine Konsequenzen für Fenninger. Der ÖSV habe Interesse, gute Leute im Verband zu halten. Allerdings müssten auch die Regeln eingehalten werden, sagt Schröcksnadel. Er verweist darauf, dass die Athleten bei ÖSV gutes Geld verdienen können...

Der Vorarlberger Rainer Salzgeber soll bei den Friedensverhandlungen eine entscheidene Rolle gespielt haben: Rainer Salzgeber (Head Rennsportchef) war als Mediator im Einsatz. Er sei auf Präsident Schröcksnadel zugegangen.

"Manchmal braucht es einen Tsunami, damit etwas passiert", so Schröcksnadel

Kurze Zwischenzusammenfassung: Der Österreichische Skiverband hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass Ski-Superstar Anna Fenninger volles Mitglied im ÖSV bleibt. Verbandspräsident Peter Schröcksnadel sagte, dass er sich am Vortag mit Fenninger zu einem klärenden Gespräch getroffen habe. Die Salzburgerin, die am Donnerstag 26 Jahre alt wurde, habe sich bei ihm entschuldigt.

Schröcksnadel bekräftigt, dass Fenninger nicht schlechter gestellt sei als Marcel Hirscher

Schröcksnadel: "Ich will mit Kärcher nichts mehr zu tun haben. Er ist kein guter Manager."

Schröcksnadel habe sich gestern mit Fenninger getroffen. Sie habe sich beim ÖSV-Präsidenten entschuldigt.

"Die Anna wird wieder volles Mitglied im Verband!"

Wenn die Medienberichte stimmen, wäre das doch eine große Überraschung. Der ÖSV und Fenninger wieder vereint und Manager Kärcher entmachtet.

Schröcksnadel lässt kein gutes Haar an Fenningers Manager Kärcher: "Der Manager von Anna hat sie schlecht beraten."

Schröcknadel betont: "Wir sind ein sozialer Verband. Wir bezahlen alles, bis zur Nachspeise und zum Kaffee".

Die Kronen Zeitung will im Vorfeld erfahren haben: "Der deutsche Manager von Fenninger, Klaus Kärcher, wird entmachtet – was einer völligen Kehrtwende im sich in den vergangenen Tagen so zuspitzenden Ski- Krieg gleichkommt."

"Als Präsident muss man auch auf Dinge eingehen, die Verband betreffen", so Schröcksnadel.

Kleiner Hinweise am Rande: Livestreams von der Pressekonferenz hat der ÖSV verboten.

Präsident Schröcksnadel und Generalsekretär Klaus Leistner betreten den Raum

In Kürze geht's los. Die alles entscheidende Frage lautet: Fliegt Fenninger heute aus dem ÖSV?

Derzeit warten in Wien noch alle Medienvertreter auf ÖSV-Präsident Schröcksnadel

Sportminister Gerald Klug (SPÖ) ist "vorsichtig optimistisch", dass es im Streit zwischen Skistar Anna Fenninger und Österreichischen Skiverband (ÖSV) doch noch zu einer Verständigung kommt. Klug betonte dabei, dass er versucht habe, bei dem Konflikt "im Hintergrund unterstützend zu wirken". Er persönlich würde sich wünschen, dass Fenninger dem rot-weiß-roten Sport erhalten bleibe. Auf eine der beiden Seiten schlug sich der Minister nicht. Vielmehr würdigte er einerseits Fenningers sportliche Erfolge, andererseits den ÖSV als Österreichs erfolgreichsten Sportverband.

So postete Anna Fenninger gestern über ihre Situation:

Worüber streiten sich Olympiasiegerin Fenninger und der ÖSV eigentlich? Zusammengefasst geht es um die sportliche Betreuung, um das Recht, einen eigenen Manager zu haben, und um die Sponsoren der dreimaligen Weltmeisterin. Dem ÖSV passt es gar nicht, dass Fenninger vom Deutschen Klaus Kärcher vermarktet wird. ÖSV-Präsident Schröcksnadel kümmert sich für gewöhnlich selbst um die Werbeverträge der Stars. Fenninger hat das Gefühl, jahrelang "hintergangen" worden zu sein, als Frau fühlt sie sich zudem nicht ernst genommen.

ÖSV-Sportdirektor Hans Pum sagte gestern im Ö1-Morgenjournal: "Es gibt natürlich die Möglichkeit, dass die Anna ihr eigenes Team macht. Sie bekommt natürlich vom österreichischen Skiverband die Lizenz, aber kommt für ihr Umfeld dann selbst auf." Kärcher schloss das wie auch einen Nationenwechsel hingegen erneut aus. "Anna ist eine Teamplayerin. Sie will das sportliche Umfeld des ÖSV."

Für den angenommenen Fall einer Karriere-Fortsetzung Fenningers können nun am Donnerstag die Weichen in drei mögliche Richtungen gestellt werden. Entweder es kommt doch noch zu einer Einigung zwischen den beiden Parteien, Fenninger entscheidet sich für einen Nationenwechsel oder tritt künftig mit österreichischer Lizenz, aber selbst aufgestelltem und finanziertem Team an.

(APA)

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