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Fehlerlos zum dritten Podestplatz

Alexander Wurz hat am Sonntag im Grand Prix von Montreal das scheinbar Unmögliche möglich gemacht. Der 33-Jährige fuhr von Startplatz 19 aus als Dritter noch aufs Podest.

Der Williams-Toyota-Fahrer verzeichnete damit nach Silverstone 1997 (Benetton) und Imola 2005 (McLaren-Mercedes), wo er ebenfalls jeweils Dritter geworden war, seinen dritten Stockerlplatz in der Königsklasse des Motorsports. “Dieses Ergebnis ist ein Traum”, betonte Wurz, der vor zwei Wochen in Monte Carlo als Siebenter die ersten beiden Punkte in seiner Williams-Ära eingefahren hatte, nach dem sechsten WM-Lauf der Saison. Nach all den Problemen im Freien Training und Qualifying kam ihm im Rennen auf dem 4,361 Kilometer langen Circuit Gilles Villeneuve der Rennverlauf mit vier Safety-Car-Phasen sowie eine perfekte Boxenstrategie zu Gute: Der Österreicher mit Wohnsitz in Monaco war der einzige Pilot, der das Ziel mit nur einem einzigen Stopp erreichte.

“Endlich war einmal das Glück auf meiner Seite”, betonte Wurz, der den Schlüssel zu Platz drei vor allem in drei Faktoren sah. “Ich habe heute keine Fehler gemacht. Auch hat mir das Team ein super Auto hingestellt und mich während des Rennens optimal informiert.” Selbst ein seit der zehnten Runde defekter Heckflügel und einige haarige Situationen nach Unfällen anderer Konkurrenten (“Da sind meine Reifen extrem schmutzig geworden”) konnten ihn diesmal bei seinem sensationellen Vorstoß auf Platz drei nicht stoppen.

Besonders freute den Österreicher die Tatsache, dass ihm der erste Podestplatz für einen von Toyota angetriebenen Williams ausgerechnet in seiner “F1-Geburtsstadt” Montreal gelang. “Nachdem ich vor zehn Jahren hier mein Debüt in der Formel 1 gegeben habe, ist das so wie ein Geburtstag für mich”, erklärte Wurz nach seinem Husarenritt aufs Podest.

Wurz, der am Beginn seiner Formel-1-Karriere von 1998 bis 2000 Stammfahrer bei Benetton war, gilt als der Ingenieur unter den Formel-1-Stars. Kaum einem Piloten wird so viel technisches Verständnis nachgesagt wie dem kühlen, stets sachlichen Analytiker, der deshalb vor seinem Comeback als GP-Fahrer in dieser Saison sieben Jahre lang als Testfahrer für McLaren-Mercedes und Williams wertvolle Arbeit geleistet hatte.

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