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FBI veröffentlicht Brief: Lebt einer der Alcatraz-Ausbrecher noch?

Eine Flucht aus "The Rock" galt als unmöglich.
Eine Flucht aus "The Rock" galt als unmöglich. ©AP
Das Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz („The Rock“) in der Bucht von San Francisco galt wegen dem eiskalten Pazifikwassers um die Insel als eines der ausbruchsichersten Gefängnisse weltweit. 1963 wurde Alcatraz wegen Verfalls und zu hoher Betriebskosten aufgegeben – heute beherbergt es ein Museum.
Bilder von Alcatraz

Es ist eines der größten Rätsel der amerikanischen Geschichte: Was geschah mit den drei Männern, die 1962 aus Alcatraz flohen?

Die drei Bankräuber John und Clarence Anglin und Frank Morris hatte damals die Entlüftungsöffnungen in ihren Zellen vergrößert, um am 11. Juni 1962 durch einen Rohrschacht in die Freiheit zu kriechen.

Danach versuchten sie mit einer Art Floß aus aufgepumpten Rettungswesten und Regenmänteln das Ufer der Bucht von San Francisco zu erreichen. Sie wurden nie gefasst. Am wahrscheinlichsten war bislang die Theorie, dass die drei Männer im Pazifik ertranken. Aber ihre Leichen wurden nie gefunden.

Nun veröffentlichte das FBI einen Brief, den sie bereits im Jahr 2013 erhalten hatte. Der Schreiber: Angeblich John Anglin, der zu diesem Zeitpunkt 83 Jahre alt hätte sein müssen. Das berichtet der lokale CBS-Sender KPIX.

KPIX via Youtube
KPIX via Youtube ©KPIX via Youtube

Der Brief beginnt mit den Worten: “Mein Name ist John Anglin. Ich bin im Juni 1962 mit meinem Bruder Clarence und Frank Morris aus Alcatraz geflohen. Ich bin 83 Jahre alt und in schlechter Verfassung. Ich habe Krebs. Ja, wir alle schafften es in dieser Nacht, aber gerade so!”

KPIX via YouTube
KPIX via YouTube ©KPIX via YouTube

Der Briefschreiber erzählte, dass er viele Jahre nach seiner Flucht in Seattle gelebt habe. Er erwähnte auch, dass er acht Jahre lang in North Dakota gewohnt habe und sich nun im südlichen Kalifornien aufhalte.

Deal mit der Polizei?

Laut Brief seien Frank Morris im Jahr 2008 und Clarence Anglin drei Jahre später gestorben. Der mutmaßliche John Anglin wollte mit seinem Brief einen Deal mit der Polizei machen und schrieb: „Wenn Sie über das Fernsehen verkünden, dass ich für nur maximal ein Jahr ins Gefängnis muss und medizinische Hilfe erhalte, werde ich wieder an Sie schreiben und meinen genauen Aufenthaltsort nennen. Das ist kein Witz …“

Daraufhin rollte das FBI den „kalten Fall“ wieder auf. Der Brief wurde im FBI-Labor auf Fingerabdrücke, DNA-Spuren und die Handschrift hin untersucht – ergebnislos.

Damit stellte sich wieder einmal in der Geschichte des Falles eine Spur als unbrauchbar heraus, aber trotzdem wieder einmal frischer Input für das Mysterium um die Flucht. Denn vor wenigen Jahren hatten Familien-Angehörige der Anglins noch behauptet, dass die Brüder in Brasilien untergetaucht seien und ein ordentliches Leben ohne Verbrechen begonnen hätten.

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