FBI: Misshandlungen in Guantanamo

Die amerikanische Bundespolizei FBI hat neue Dokumente über Misshandlungen von Häftlingen in Guantanamo freigegeben - 493 FBI-Beamte wurden laut Bericht befragt.

Diese basieren auf der Befragung von insgesamt 493 FBI-Beamten, wie aus dem Bericht hervorgeht, der am Dienstag der Amerikanischen Union für Bürgerrechte (ACLU) übergeben wurden. Dabei wurde 26 Mal bestätigt, dass in dem Gefangenenlager auf Kuba gegenüber Häftlingen aggressives Verhalten beobachtet worden sei, das nicht mit den einschlägigen Regeln im Einklang gestanden sei.

Beschrieben wird unter anderem, dass einem Gefangenen der Kopf mit Klebeband verhüllt wurde, um ihm am Rezitieren von Koranversen zu hindern. Ein anderer Häftling soll so lange in einem heißen Raum ohne Lüftung festgehalten worden sein, bis er sich vor Verzweiflung die Haare ausriss. Ferner soll ein weibliches Mitglied des Wachpersonals einen Inhaftierten sexuell gedemütigt haben. Verantwortlich für die Misshandlungen waren dem Bericht zufolge sowohl Militärbeamte als auch die privaten Wachdienste in Guantanamo. In keinem Fall aber seien derartige Exzesse beobachtet worden wie einst im Bagdader Gefängnis Abu Ghraib, hieß es.

Zum Teil waren die dokumentierten Fälle schon bekannt. Die relevanten Unterlagen hat die Bürgerrechtsunion für ihren Rechtsstreit im Interesse der Misshandelten angefordert. ACLU hatte wegen der Vorfälle in Guantanamo den früheren US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld verklagt.

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