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FBI-Agent: Terrorpläne stammen aus Hamburg

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten sind nach Ermittlungen des FBI in Hamburg geplant worden. Das sagte ein Agent der US-Bundespolizei am Dienstag vor dem Oberlandesgericht der Hansestadt.

Der Agent sagte als Zeuge im Prozess gegen den mutmaßlichen Helfer der Attentäter, Mounir al-Motassadeq, aus. „Die Idee dazu mag in Afghanistan entstanden sein, aber das Wie und Wer und Wann stammt aus Hamburg“, sagte er.

Die weiterführende Planung der Anschläge seien mit Sicherheit in Deutschland erdacht, so Matthew Walsh. Der deutsche Verfassungsschutz-Chef Heinz Fromm hatte demgegenüber ausgesagt, die Anschläge seien in Afghanistan geplant worden.

Zuvor hatte der FBI-Ermittler die letzten Minuten an Bord des Todesfluges „American Airlines 11“ geschildert; die Entführer steuerten die Maschine in den Nordturm des World Trade Centers.

Der marokkanische Elektronikstudent Motassadeq bestreitet, die Terror-Gruppe um den späteren Todespiloten Mohammed Atta unterstützt zu haben. In einem ersten Prozess wurde er im Jahr 2003 zu 15 Jahren Haft verurteilt. Der deutsche Bundesgerichtshof kippte das Urteil allerdings. Das Verfahren wird derzeit neu verhandelt.

Walsh hatte bereits im ersten Prozess gegen Motassadeq ausgesagt, und wiederholte am Dienstag weitgehend seine früheren Aussagen. So nannte er nochmals die Geldsummen, die die Terror-Piloten Mohammed Atta und Marwan Alshehhi aus Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten hatten. Insgesamt seien etwa 110.000 US-Dollar (84.453 Euro) auf ein Konto der beiden in den USA geflossen.

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