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Favoriten gaben den Ton an

Die Favoriten für die Weltcup-Abfahrt der Herren am Samstag in Gröden gaben schon am Mittwoch den Ton an. Lokalmatador Kristian Ghedina fuhr die schnellste Zeit, Michael Walchhofer folgt auf Trainingsplatz zwei.

In Gröden kündigt sich für die Herren-Abfahrt ein kleines Weihnachtsmärchen an. Denn der italienische “Oldboy” Kristian Ghedina, der seine letzte Saison bestreitet, hat am Mittwoch im ersten Training auf seiner Haus-und-Hof-Strecke Saslong überlegene Bestzeit markiert. Die großen Favoriten auf den Sieg haben bereits beim ersten Abtasten gezeigt, wie der Hase im Grödnertal läuft: Neben dem 36-jährigen Ghedina, Gröden-Sieger 1996, 1998, 1999 und 2001, sind dies Abfahrts-Weltcup-Sieger Michael Walchhofer (Zweiter im Training) sowie der zweifache Gröden-Champion Antoine Deneriaz aus Frankreich (Vierter). Hermann Maier war als Sechster mit 1,22 Sekunden Verspätung zweitbester ÖSV-Abfahrer.

Auf jener Strecke, auf der Ghedina in den 80er-Jahren seine erste FIS-Abfahrt bestritt, reichte auch eine schlampige Besichtigung zur überlegenen Bestzeit. “Das ist meine Heimstrecke. Ich kenne jede Welle und jeden Sprung. Vielleicht könnte ich hier sogar blind runterfahren”, meinte Ghedina, der so wie Franz Klammer bisher vier Mal in Gröden gewann. “Der Rekord ist möglich. Aber Walchhofer, Deneriaz und auch Fritz Strobl habe ich ganz dick auf der Rechnung. Schauen wir, was am Samstag passiert.”

Die 3.446 Meter lange Saslong forderte auch bereits ihr erstes prominentes Opfer: Aksel Lund Svindal, derzeit Zweiter im Gesamt-Weltcup, stürzte und musste nach dem Training im Hotel vom Team-Physiotherapeuten intensiv behandelt werden. Seine Starts am Freitag (Super G) und Samstag (Abfahrt) sind fraglich, den Norweger plagen nach dem Crash auf den Kamelbuckeln Rücken- und Hüftschmerzen.

Auf eine teaminterne Qualifikation verzichtet der ÖSV in Gröden, nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass Benni Raich pausiert und nur im Super G startet. Die zehn ÖSV-Teilnehmer am Samstag sind daher Walchhofer, Maier, Christoph Gruber, Norbert Holzknecht, Andreas Schifferer, Hans Grugger, Fritz Strobl, Andreas Buder, Klaus Kröll und Matthias Lanzinger.

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