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Faurecia schließt Standort in Kennelbach – 130 Jobs weg

Zuerst Schließung des Werkes Lindau, jetzt folgt Kennelbach
Zuerst Schließung des Werkes Lindau, jetzt folgt Kennelbach ©VOL.AT/Steurer
Erst 2019 noch modernisiert und aufgewertet, folgt heuer die Schließung des Werkes in Kennelbach.

Von Günther Bitschnau (wpa)

Die Schließung soll zum Ende des heurigen Jahres erfolgen - von der Entscheidung sind beinahe 130 Arbeitsplätze betroffen - begründet wird der Schritt unter anderem mit der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit sowie Überkapazitäten am Markt - die Produktion von Aluminium-Dekorelementen in Europa soll eingestellt werden

Für den Vorarlberger Arbeitsmarkt kommt in diesen Tagen die nächste Hiobsbotschaft. Wie der französische Automobilzulieferer Faurecia mit Hauptsitz in Nanterre bei Paris mitteilte, werde das Unternehmen das Produktionswerk beziehungsweise den gesamten Standort in Kennelbach zum Jahresende 2021 schließen. Von dieser Entscheidung sind nach Information der Faurecia Decoration Division beinahe 130 Mitarbeiter betroffen. Für sie soll es einen Sozialplan geben. Auch ein paar dazugehörende Büroarbeitskräfte in München verlieren ihren Arbeitsplatz. Die Belegschaft wurde vor wenigen Tagen informiert.

Zuerst Schließung des Werkes Lindau, jetzt folgt Kennelbach

Damit erwischt es nach dem Faurecia-Werk in Lindau, das schrittweise zwischen 2018 und 2019 geschlossen und dessen Bereiche zum Teil nach Kennelbach verlagert wurden, jetzt auch den Standort im Ländle. Das Werk in Kennelbach ist insbesondere auf die Herstellung von Aluminium-Dekorelementen und Zierleisten für den Innenbereich von Fahrzeugen spezialisiert. Zu den Kunden gehören internationale Automobilhersteller.

Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit

Faurecia begründet die Schließung des 2011 übernommenen Werkes in Kennelbach (zuvor Angell-Demmel) mit der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Anbietern, unter anderem auch aus Asien, sowie Überkapazitäten im Markt. Dazu käme ein rückläufiger Trend von Aluminium gegenüber anderen Dekorarten wie Lack, Holz, Folie oder Kunststoff. Die Produktion von Aluminium-Dekorelementen in Europa soll eingestellt werden, heißt es. Das sei eine strategische Entscheidung.

Noch 2019 wurde der Standort ausgebaut und aufgewertet

Faurecia hat erst 2019 wie berichtet nach der Schließung des Werkes in Lindau neben der schon bestehenden Produktion dann auch noch die Bereiche Forschung & Entwicklung nach Kennelbach geholt und den Standort damit aufgewertet. Im Zuge dessen wurden entsprechende Umbauarbeiten im Kennelbacher Werk durchgeführt. Dadurch entstanden gemäß einem Antrag an die BH Bregenz für die Bauarbeiten beinahe 40 neue Arbeitsplätze. Im ersten Quartal 2019 arbeiteten rund 240 Menschen für Faurecia in Kennelbach.

Das 1997 gegründete Unternehmen Faurecia kam 2019 auf einen Umsatz von 17,8 Milliarden Euro. Zu den Geschäftsfeldern gehören die Bereiche Seating, Interiors, Clarion Electronics und Clean Mobility. Weltweit gibt es beinahe 250 Standorte mit über 115.000 Mitarbeitern in fast 40 Ländern.

(Quelle: Wirtschaftspresseagentur.com)

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