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Fattuh als Parlamentspräsident vereidigt

Nach dem Tod Yasser Arafats ist der palästinensische Parlamentspräsident Rawhi Fattuh (Fattouh) am Donnerstag als Übergangspräsident vereidigt worden. Die Zeremonie fand in einer Sondersitzung des Parlaments in Ramallah statt.

Auf Fattuh kommt als Hauptaufgabe zu, binnen 60 Tagen Präsidenten-Wahlen in den Palästinenser-Gebieten zu organisieren.

Die vorläufige Nachfolge ist in der Verfassung geregelt. Zuvor hielten die Abgeordneten eine Schweigeminute für den am Morgen verstorbenen Palästinenserpräsidenten Arafat ab.

Der frühere Landwirtschaftsminister ist ein langjähriger Weggefährte Arafats. Gemeinsam mit dem PLO-Chef war Fattuh 1994 nach 30-jährigem Exil heimgekehrt. Doch gehört er nicht der Führung von Arafats Fatah-Bewegung an, der dominierenden Kraft innerhalb der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO).

Yasser Arafat war 1996 mit 87 Prozent der Stimmen im Westjordanland und Gaza-Streifen gewählt worden. Nach Meinungsumfragen der Universität Bir Zeit hätte er im Vorjahr etwa 60 Prozent der Stimmen bekommen.

Die Nachricht vom Tod ihres Präsidenten hat bei den Palästinensern tiefe Trauer ausgelöst. Vor seinem Hauptquartier in Ramallah fuhren am frühen Morgen Autos mit schwarzen Fahnen, während in den Radiosendern aus dem Koran gelesen wurde. Viele seiner Anhänger, von denen einige weinten, kamen zur Mukata, dem Hauptquartier in Ramallah.

Am Kairoer Flughafen ist nach Bekanntwerden des Todes von Arafat am Donnerstag eine Moschee für das Totengebet hergerichtet worden. In der König-Faisal-Moschee, in der gleichzeitig bis zu 800 Menschen beten können, wurden neue Teppiche ausgelegt. Obwohl die für Freitag geplante Trauerfeier auf den Flughafen beschränkt werden soll, war schon am Donnerstag an zentralen Plätzen in der ägyptischen Hauptstadt ein großes Sicherheitsaufgebot sichtbar. Nach Ansicht von Beobachtern will die ägyptische Regierung spontane Demonstrationen verhindern.

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