Fatah macht Israel für Arafats "Ermordung" verantwortlich

Der Kongress der palästinensischen Fatah-Bewegung hat in einer am Freitag in Bethlehem einstimmig angenommenen Resolution Israel als Besatzungsmacht für den Tod von Präsident Yasser Arafat im Jahr 2004 verantwortlich gemacht.
Arafats mysteriöser Tod

Die Delegierten, denen die Berichte der französischen Ärzte vorgelegt wurden, welche den Fatah-Gründer vor dessen Ableben in Paris behandelt hatten, beauftragten zugleich eine Sonderkommission mit der “Weiterführung der Untersuchungen”, deren Ergebnisse der “internationalen Gerichtsbarkeit” zugeleitet werden sollten.

Als Besatzungsmacht trage Israel die “volle Verantwortung für den Mord an dem Märtyrer Yasser Arafat”, heißt es in dem Resolutionstext. 2001 hatte Israel unter Premier Ariel Sharon den palästinensischen Präsidenten in Ramallah faktisch unter Hausarrest gestellt. Erst kurz vor seinem Tod hatte die französische Regierung erwirkt, dass er zur medizinischen Behandlung nach Paris ausgeflogen werden konnte.

Die Nummer zwei der Fatah, Farouk Kaddoumi, Chef der Politischen Abteilung der PLO, hatte Arafats Nachfolger Mahmoud Abbas (Abu Mazen) jüngst beschuldigt, seinerzeit an einem Mordkomplott gegen Arafat beteiligt gewesen zu sein und mit Israel zu kollaborieren.

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