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Fastenzeit hat bald ein Ende

Der Verzicht in den Wochen zwischen dem Aschermittwoch und dem Osterfest ist auch hierzulande weit verbreitet. Die einen ziehen während dieser Fastenwochen das Wasserglas dem Bierkrug vor.

Andere üben sich beispielsweise im Verzicht auf Zucker im täglichen Kaffee oder werden vorübergehend gar zum regelrechten Vegetarier.

Bier gegen den Durst

Nicht so Österreichs Rotkreuzpräsident und Alt-Landesrat Fredy Maier: „Ich bin ein ausgesprochen positiver Mensch, liebe das Leben und genieße gerne, natürlich in Maßen. Und zum Genuss gehört auch ein guter Schluck.“ Ein ausgezeichneter Rotwein steht in der Beliebtheitsskala der alkoholischen Getränke bei Fredy Maier ganz oben auf der Liste. „Und gegen den Durst hilft ein Glas Bier.“ Doch es muss nicht immer Alkohol sein: „Für mich ist Kaffee ein richtiges Lebenselixier – darauf möchte ich nicht verzichten.“

Joker für Biergourmet

Als Bregenzer Bezirksfeuerwehrkommandant steht Hubert Bilger natürlich im Verdacht, Bier nicht zu verachten: „Bei der Feuerwehr wird zwar immer weniger geschluckt, aber in gemütlicher Runde ist Bier immer noch das beliebteste Getränk.“ Kein Wunder also, dass Hubert Bilger ein Biergourmet ist. „Nur in der Fastenzeit stecke ich zurück“ – was gar nicht so einfach ist, denn gerade in diesen sechs Wochen finden die meisten Jahreshauptversammlungen statt. „Für solche Anlässe gibt’s einen Joker“, meint er zu dieser Problematik.

Ganz ohne Joker kommt auch der Lochauer Bürgermeister Xaver Sinz in diesen sechs Wochen nicht über die Runden, denn „mein Märzurlaub in der Silvretta fällt jedes Jahr in die Fastenzeit. Und da mache ich eine Ausnahme, sonst aber halte ich die mir selbst auferlegte Abstinenz ein. Man trinkt ja das ganze Jahr über zu viel.“

Das absolute Lieblingsgetränk von Xaver Sinz ist übrigens Kaffee – dann erst folgen auf Platz zwei Bier und auf dem dritten Rang ein „Kraft und Ruhe gebendes gutes Gläschen Rotwein“.

Starkbier im Kloster?

Mönche stehen im Ruf, während der Fastenzeit Unmengen von Starkbier zu konsumieren. „Das gilt aber in erster Linie für Klöster in Bayern“, schränkt der Mehrerauer Abt Kassian Lauterer das Gerücht ein, Mönche würden sich in der Fastenzeit von Bier ernähren. „In Bayern gibt’s keinen Wein. In österreichischen Klöstern hingegen ist Wein das beliebteste alkoholische Getränk. Und weil die Mehrerau keinen Weingarten hat, gibt’s bei uns Most. Übrigens schränken die Benediktinerregeln den Alkoholgenuss während der Fastenzeit nicht ein.“

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