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Fast 500 Jahre altes Massengrab in Zürich entdeckt

Schweiz - Unter dem Großmünsterplatz in Zürich haben Archäologen ein vermutlich fast 500 Jahre altes Massengrab mit Tausenden Knochen entdeckt.

Laut dem Leiter der Stadtarchäologie, Dölf Wild, dürfte die Grube nach der Reformation von 1524 angelegt worden sein, als beim Großmünster zwei Beinhäuser aufgegeben wurden, wie das Amt für Städtebau am Montag mitteilte. Nach der Reformation kamen Beinhäuser aus der Mode, und wahrscheinlich wurden die Knochen einfach in diese Grube geschüttet.

Die vielen völlig ungeordnet und nahe beieinander liegenden Schädel, Rippen sowie Bein- und Armknochen im Grab werden von den Wissenschaftlern noch untersucht und anschließend vom städtischen Bestattungsamt an einem anderen Ort ordentlich zur letzten Ruhe gebettet. Ein fast intaktes Skelett in einer höher gelegenen Erdschicht zeigt, dass später wieder normal bestattet wurde. Jahrhundertelang diente die Terrasse um das Großmünster als offizieller Friedhof, auf dem bis 1786 Bestattungen stattfanden. Aus der Deckschicht stammen den Angaben zufolge einige schöne Funde, etwa ein paar goldene Ohrringe oder eine kleine kopflose Frauenfigur aus Ton.

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