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Fast 30 Tote in Kaschmir

Neue Gefechte mit fast 30 Toten und ein Überfall extremistischer Muslime auf eine Polizeikaserne haben den Konflikt zwischen Indien und Pakistan weiter verschärft.

Pakistan zog Truppen von der afghanischen Grenze ab, um sie in der Krisenregion einsetzen zu können, wo beide Staaten schon eine Million Soldaten zusammengezogen haben. Angesichts der wachsenden Spannungen kündigte US-Präsident George W. Bush die Entsendung seines Verteidigungsministers Donald Rumsfeld in der kommenden Woche an.

„Unsere Sicherheit steht an erster Stelle“, erklärte der pakistanische Präsident Pervez Musharraf bei der Bekanntgabe des Truppenabzugs. Die Soldaten würden an die indische Grenze verlegt, wenn die Kriegsgefahr bestehen bleibe. Bei dem Gefecht in der Nacht zum Donnerstag wurden nach offiziellen Angaben auf beiden Seiten jeweils 14 Menschen getötet und rund 20 verletzt. Beim Angriff auf eine Polizeikaserne in Jammu-Kaschmir wurden vier indische Beamte erschossen.

Musharraf begrüsste die Vermittlungsbemühungen der internationalen Gemeinschaft. Rumsfeld soll nächste Woche in Gesprächen mit den Regierungen beider Seiten zur einer Lösung des Streits um die geteilte Kaschmir-Region beitragen, kündigte Bush nach einer Kabinettssitzung am Donnerstag an. Die USA hätten Indien und Pakistan deutlich gemacht, dass ein Krieg nicht in ihrem Interesse sein könne. Bush forderte insbesondere Musharraf auf, das Vordringen von Extremisten von pakistanischem Gebiet in den indischen Teil Kaschmirs zu verhindern.

Auch der indische Aussenminister Jaswant Singh rief Pakistan am Mittwoch noch einmal zu einem härteren Vorgehen gegen islamische Separatisten auf. Nach indischer Darstellung werden die Islamisten in Kaschmir von Pakistan unterstützt, was die Regierung in Islamabad aber bestreitet. Sein Land habe Musharraf genug Zeit gegeben, seine Zusagen zu erfüllen, sagte Singh nach einem Treffen mit dem britischen Aussenminister Jack Straw. Straw forderte Musharraf dazu auf, seinen Worten Taten folgen zu lassen. Hinter die indische Forderung stellte sich auch das russische Aussenministerium und bekräftigte am Donnerstag einen entsprechenden Aufruf an Pakistan.

Musharraf hatte erklärt, die Infiltration von militanten Muslimen in den indischen Teil Kaschmirs sei gestoppt worden. Sein Land exportiere keinen Terrorismus. Ein Kommandant der extremistischen Muslimgruppe Jaish-e-Mohammed, Mohammed Musa, warf Musharraf vor, den Separatisten in Kaschmir „den Dolch in den Rücken gestossen“ zu haben.
USA beschreiben Atmosphäre als „sehr aufgeheizt“

Nach Einschätzung der USA ist das Klima zwischen Indien und Pakistan „sehr aufgeheizt“. Die Situation könne leicht ausser Kontrolle geraten, erklärte Aussenministeriumssprecher Richard Boucher. Einem möglichen Atomkrieg könnten laut einer Analyse der US-Regierung zwischen acht und zwölf Millionen Menschen zum Opfer fallen. Schätzungen zufolge besitzen Indien und Pakistan jeweils mehrere Dutzend Atomwaffen.

Grossbritannien hat zur Entschärfung der explosiven Lage vorgeschlagen, die Waffenstillstandslinie von einer UN-Hubschraubertruppe überwachen zu lassen. Die Waffenstillstandslinie trennt seit 1972 den pakistanischen und indischen Teil Kaschmirs.

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