Farnik und Planer im Vorkampf out

Thomas Farnik und Christian Planer sind am Montagvormittag im Vorkampf des olympischen Luftgewehrbewerbs mit jeweils 593 Ringen ausgeschieden.

Nur ein Punkt fehlte Thomas Farnik am Montag im olympischen Luftgewehr-Bewerb der Herren zum Finaleinzug. Ein Neuner beim vorletzten der 60 Schüsse bedeutete ein Gesamtscore von 593 Ringen für den Wiener, der bei seinen vierten Sommerspielen ex aequo mit dem Tiroler Christian Planer als Zwölfter klassiert wurde. Bester der Qualifikation war im Schießzentrum Markopoulo der Chinese Qinan Zhu, der mit 599 Ringen den olympischen Rekord von Wolfram Waibel jun. von Atlanta 1996 um drei Punkte verbesserte.

„Der Druck am Ende war enorm, ich habe gewusst, dass ich mit einem Hunderter ausschießen muss, um das Achter-Finale zu schaffen“, sagte Farnik, dessen Serien 99-98-100-99-98-99 lauteten. Der Ex-Weltrekordler egalisierte mit diesem Score seine Bestleistung bei Großereignissen. „Da muss ich zufrieden sein, auch 594 Ringe aus dem Vorkampf hätten nicht für eine Medaille gereicht“, meinte der Olympia-Sechste von 1992 realistisch. Er hat wie Planer am Sonntag im Kleinkaliber-Dreistellungsmatch eine weitere Chance.

Planer hatte bei seinem Olympia-Debüt bereits in der ersten Serie zwei Neuner (zweiter und achter Schuss) verzeichnet und damit eine schwierige Ausgangsposition für den maximal 105 Minuten dauernden Wettkampf. „So eine Belastung habe ich noch nie gespürt, es war hart und schlimm, aber insgesamt muss ich zufrieden sein“, sagte der 29-Jährige aus Walchsee zu seiner ersten Erfahrung im Zeichen der Fünf Ringe. Beim Einschießen sei noch alles normal gewesen. „Aber als ich den Matchknopf gedrückt habe, war die Nervosität da und der Gewehrlauf ist beim Zielen hin und her gewandert. Zum Glück habe ich das noch ganz gut in den Griff bekommen“ meinte Planer.

Im Finish traten Rückenprobleme auf und da passierten in der vorletzten Serie noch „zwei blöde Neuner“. Damit war Planers Finalchance vorzeitig dahin, der Hunderter zum Abschluss half nicht mehr. Im April war er beim Weltcup in Athen als Zweiter unter die besten Acht eingezogen (598), doch bei Olympia sei der Druck eben unvergleichbar, sagte der HSZ-Angehörige, der mit 98-99-99-99-98-100 Ringen in der Ergebnisliste aufschien. „Im Unterbewusstsein spürt man wohl, dass alle auf einen schauen. Aber jetzt weiß ich wie Olympia läuft.“

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