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Fantasy, Blut und Bären-Sex: Dieses Skandal-Game bricht alle Rekorde!

Mit „Baldur’s Gate 3“ ist der feuchte Traum aller Rollenspiel-Fans ab 18 wahr geworden.

(PC | ab 2.9.2023 für PS5, und 2024 für XBX) „Baldur’s Gate 3“ ist, wenn du durch das Fenster den Sonnenaufgang erblickst und dich daran erinnerst, wie du gestern Abend nur noch kurz diese eine Quest erledigen wolltest. Aber dann wurde es halt doch etwas mehr.

Das Entwicklerstudio Larian hat ein Fantasy-Rollenspiel geschaffen, das in jeder Hinsicht beeindruckt: Unglaublich umfangreich und trotzdem mit bemerkenswertem Tiefgang und einer Fülle von liebevollen Details. Von der Atmosphäre über das Gameplay bis hin zur Präsentation – ein grandioser Mix macht „Baldur’s Gate 3“ zum bislang besten Game des Jahres. Mit allem, was dazu gehört: Action und Drama, Humor und Horror, außerdem natürlich auch mit einer ordentlichen Portion Sex.

Das Wunderwerk basiert auf kultigen, rundenbasierten Uralt-Games von vor über zwei Jahrzehnten und verzückt sowohl altgediente Rollenspiel-Fans als auch lernwillige Neulinge. Rekordverkäufe auf PC (und massig Vorverkäufe auf PS5) dokumentieren den Erfolg. Wer einmal reingeschaut hat, den lässt dieses Game kaum kalt. Wie geht das?

Das Erfolgsrezept: von BG3: Besinn dich auf deine Wurzeln und deine Stärken. Wie die analogen „Pen and Paper“-Vorfahren der Rollenspiele konzentriert sich das Game auf vielschichtige Charaktere und die spannenden Geschichten, die sie erleben. Das „Dungeons & Dragons“-Universum dient dabei als Kulisse und spielerisches Rahmensystem, das unglaublich viel Freiheiten zulässt. Da findet man sich beispielsweise in einem ausweglosen Schwertkampf gegen 20 Zwerge wieder, kann sensible Gegenüber buchstäblich zu Tode beleidigen oder liebt im Mondschein einen in einen Bären verwandelten Druiden. Das alles ist möglich und unendlich viel mehr.

Alles beginnt mit der eigenen Spielfigur: Entweder wählt man einen der vorgefertigten Story-Charaktere bzw. eine mysteriös-mordlüsterne Figur mit dunkler Herkunft. Oder man bastelt sich einen ganz eigene/n Heldin/Helden zusammen. Die Optionen sind gleich zu Beginn überwältigend mannigfaltig. Zur Auswahl stehen u.a. acht Rassen und zwölf Klassen sowie 46 Subklassen. Jedes Detail der Erstellung wirkt sich auf den weiteren Spielverlauf aus – wie man kämpft, wie man diskutiert, wie man von anderen in der Spielwelt wahrgenommen wird.

Steht fest, wer man ist, steigt das Game gleich voll ein: Von fiesen Gedankenschindern (magische Oktopus-Monster) entführt wird man mit einem Wurm infiziert. Dieser beschert uns zauberhafte Fähigkeiten, droht uns aber auch selbst zu Gedankenschindern mutieren zu lassen. So geht es los, aber das ist nur der Anfang der gut 100 Spielstunden umfassenden Hauptstory. Hier gibt es also viel Inhalt und Spaß zu finden, wenn man sich die Zeit dafür nimmt. Etwas Geduld zur Eingewöhnung braucht es ebenfalls, denn das Interface ist trotz moderner Annehmlichkeiten immer noch etwas komplex. Aber dafür funktioniert es bemerkenswert gut sowohl via Maus als auch Controller.

Aus Sicht von oben erkundet man die beindruckend große und vielfältige Welt. Auf der epischen Reise macht man unzählige Begegnungen mit interessanten Figuren. Dialoge werden via Multiple-Choice gesteuert und sind durchgängig hochwertig englisch vertont/deutsch untertitelt. Vor allem zu Beginn trifft man auf Weggefährten, die die eigene Gruppe verstärken – allesamt eigenwillige Charaktere, mit denen man sich gerne näher beschäftigt bzw. sogar Romanzen beginnt. Als Spezialisten leisten sie gute Dienste in allen Lebenslagen, ein Schurke knackt beispielsweise formidabel Schlösser.

In Auseinandersetzungen ist die Gruppe ganz Oldschool rundenbasiert im Einsatz: Man setzt die Aktionen einer Figur, bis deren Energie ausgeschöpft ist. Dann ist die nächste (oder der Gegner) am Zug. Die Vielfalt der Fähigkeiten der Figuren, im Kampf aber auch darüber hinaus, ist erstaunlich: Schieß einen Energieblitz, entschärfe eine Falle oder sprich mit einem Toten. Ob eine Aktion gelingt oder nicht, wird ganz „Dungeons & Dragons“-typisch gewürfelt. Die Talente der Charaktere lassen sich auch überraschend kreativ einsetzen. Das Genre-erfahrene Entwicklerstudio Larian (bekannt durch „Divinity: Original Sin 2“) hat an erstaunlich viel gedacht. Diese große Freiheit liefert immer wieder überraschende Momente und macht neben der faszinierenden Welt einen großen Teil des Reizes aus. Stetig stellt das Game die Spieler:innen vor Entscheidungen, kleine und große, die spürbar Folgen haben – mal rasch, mal kommen sie unerwartet spät um die Ecke. Wiederspielwert hat das Ganze auf jeden Fall, über 17.000 (zumindest leicht) unterschiedliche Enden sind erreichbar.

Die Welt von „Baldur’s Gate 3“ muss man nicht allein erkunden: Sowohl online als auch per Split-Screen können Freunde ins Abenteuer einsteigen und einen Charakter übernehmen.

Fazit

Diese Wiederbelebung eines Retro-Rollenspiels kann sich sehen lassen! „Baldur’s Gate 3“ ist ein monumentales Meisterwerk, das die Qual der Wahl zum Hochgenuss macht. Die Entscheidungen, die man im Game trifft, und die Geschichten, die daraus entstehen, bleiben Spieler:innen noch lange nachdem der Bildschirm dunkel geworden ist. Ein faszinierendes Universum mit lebendigen Charakteren wartet darauf, entdeckt zu werden. Diese Einladung sollte niemand abschlagen, die/der auch nur ansatzweise etwas mit Rollenspielen anfangen kann.

(VOL.AT/Ländle Gamer

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