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Falsche Zeugenaussage

Im spektakulären Fall des mysteriösen Heckenschützen im Großraum Washington hat die Polizei nach eigenen Angaben eine falsche Zeugenaussage enttarnt.

Der Mann, der nach dem jüngsten Mord detailliert über einen Mann mit einem cremefarbenen Van mit einem defekten Schlusslicht sowie einem AK-74-Sturmgewehr berichtet habe, müsse mit einer Anklage rechnen, sagte Polizeisprechern Amy Lubas am Donnerstag.

Die Ermittler hatten schon zuvor Rückschläge bei der Fahndung nach dem Todesschützen eingeräumt: Zeugenaussagen in der seit dem 2. Oktober anhaltenden Mordserie mit neun Todesopfern und zwei Verletzten seien so widersprüchlich, dass kein Phantombild des Gesuchten angefertigt werden könne.

Am Montagabend hatten zum ersten Mal Zeugen eine Tat des Heckenschützen beobachtet: Eine 47-jährige FBI-Beamtin wurde auf dem Parkplatz eines Baumarktes erschossen. Die Hoffnung der Polizei, daraus Hinweise auf den Täter zu bekommen, erfüllten sich bis Donnerstag nicht. Der Polizeichef des Kreises Montgomery, Charles Moose, machte die Medien damit mitverantwortlich: „Wenn Leute von den Medien Zeugen befragen, ernten wir Verwirrung“, sagte er. „Wir bekommen diesen Lärm, der den Leuten einen Scheuklappenblick gibt und sich auf Dinge konzentrieren lässt, die nicht angemessen sind.“ Die Bevölkerung in der Region rief er auf, unvoreingenommen zu bleiben. Er sei davon überzeugt, dass seit dem letzten Mord einige Hinweise gar nicht erst gemacht worden seien, weil sie nicht mit den Medienberichten übereingestimmt hätten.

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