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Falluja/Bagdad: 16 Menschen getötet

Bei US-Luftangriffen auf die irakische Rebellenhochburg Falluja sind am Montag 16 Menschen getötet worden, darunter offenbar auch Frauen und Kinder. Der italienische Außenminister fordert die Freilassung der entführten Frauen.

Die US-Armee teilte mit, sie habe Anhänger des jordanischen Extremistenführers Abu Mussab al Zarqawi (Sarkawi) während eines Treffens unter Beschuss genommen.
Der Angriff folgte auf einen der gewaltreichsten Tage im Irak seit Monaten: Am Sonntag waren bei heftigen Kämpfen in Bagdad und anderen irakischen Städten mindestens 110 Menschen ums Leben gekommen. Unterdessen reiste der italienische Außenminister Franco Frattini in die Golfregion, um sich für die Freilassung der beiden im Irak entführten Italienerinnen einzusetzen.

Nach Angaben des Krankenhauses von Falluja sind 16 Iraker bei dem Angriff getötet und zwölf weitere verletzt worden. „Geheimdienste haben von der Anwesenheit mehrerer wichtiger Zarqawi-Anhänger berichtet, die für zahlreiche Terroranschläge gegen irakische Zivilisten, Sicherheitskräfte sowie internationale Soldaten verantwortlich sind“, hieß es in einer Stellungnahme der US-Armee. Zum Zeitpunkt des Luftangriffes hätten sich nur Extremisten an dem Treffpunkt befunden, unschuldige Zivilisten seien nicht betroffen gewesen.

Das 50 Kilometer westlich von Bagdad gelegene Falluja gilt als Hochburg des Widerstands gegen die US-Besatzung und Treffpunkt von Kämpfern Zarqawis. Der Jordanier hat sich zu zahlreichen Bombenanschlägen und zur Tötung von ausländischen Geiseln bekannt. Die US-Armee hat auf ihn ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (20,4 Mill. Euro) ausgesetzt. Am Montag stiegen dicke Rauchwolken über der Stadt auf, Hunderte Iraker flohen. Die US-Armee forderte die Bewohner mit Lautsprechern zur Kooperation auf, um „Terroristen aus dem Stadtzentrum zu vertreiben“.

Unterdessen forderte der italienische Außenminister Franco Frattini in Kuwait die sofortige Freilassung der beiden im Irak entführten Italienerinnen. Die beiden Frauen seien im Irak gewesen, um Gutes zu tun und der Bevölkerung zu helfen, erklärte der Politiker. Am Sonntag hatte sich eine weitere Gruppe namens Islamischer Jihad zur Entführung der Italienerinnen bekannt und Rom in einem 24-stündigen Ultimatum zum Abzug seiner Truppen aus dem Irak aufgefordert. Ein Ultimatum der Gruppe „Ansar al Zawahiri“, die sich ebenfalls zu der Geiselnahme bekannte, lief am Wochenende ab. Die beiden Mitarbeiterinnen einer Hilfsorganisation, Simona Pari and Simona Torretta, und zwei irakische Mitarbeiter wurden am vergangenen Dienstag entführt.

Auch von den beiden im Irak entführten Franzosen gab es kein Lebenszeichen. Der französische Innenminister Dominique de Villepin sagte am Montag, er gehe davon aus, dass die Journalisten Christian Chesnot und Georges Malbrunot noch lebten. „Wir ziehen an allen möglichen Strängen“, um die am 20. August Verschleppten freizubekommen, sagte Villepin. Die US-Armee gab indes zu, die Kontrolle über einige Städte verloren zu haben, darunter Falluja und das benachbarte Ramadi. Ziel des landesweiten Vorstoßes sei in den umkämpften Regionen vor den für Jänner 2005 geplanten Wahlen für Frieden zu sorgen. Angesichts der anhaltenden Unruhen mehren sich Zweifel, ob die Wahlen an diesem Termin stattfinden können. US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice betonte am Sonntag jedoch, dass es „gänzlich möglich ist, diese Wahlen abzuhalten“. Auch der Chef der irakischen Übergangsregierung Iyad Allawi will an dem Termin festhalten. Wenn es etwa unmöglich sei, die Bewohner von Falluja wählen zu lassen, „werden sie später wählen“, sagte Allawi in einem Interview mit mehreren europäischen und US-Zeitungen.

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