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Falluja: Angeblich wollen viele Rebellen aufgeben

In der seit Tagen umkämpften irakischen Widerstandshochburg Falluja sind nach Regierungsangaben „zahlreiche“ Rebellen zur Aufgabe bereit. „Viele Kämpfer“ in Falluja hätten erklärt, sie wollten sich ergeben.

Das sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Iyad Allawi am Mittwoch. Die Regierung sei bereit, denjenigen Rebellen eine Amnestie zu gewähren, die keine schweren Verbrechen begangen hätten. Die US-Armee kontrollierte am Mittwoch nach eigenen Angaben bereits fast drei Viertel der Stadt.

Eine islamistische türkische Menschenrechtsgruppe kündigte unterdessen die Entsendung von Hilfsgütern in die umkämpfte Stadt an. Die „Vereinigung für Rechte und Freiheit“ (IHH) belud am Mittwoch eine Lastwagen mit Babynahrung und Kleidung. Weitere Hilfslieferung mit Medikamenten und Nahrung seien geplant, sagte IHH-Chef Bülent Yildirim in Istanbul. Der US-Angriff sei ein „Angriff auf Istanbul, auf Ankara“, sagte er. Vor dem IHH-Hauptquartier demonstrierten dutzende Menschen gegen die Falluja-Offensive. „Bush, Amerika, Mörder, raus aus dem Nahen Osten“, skandierten sie.

Die US-Truppen haben am dritten Tag ihrer Offensive in der westirakischen Rebellenhochburg Falluja nach Berichten irakischer Augenzeugen rund 40 Prozent der Stadt unter ihre Kontrolle gebracht.  Diashow Die heftigsten Gefechte wurden am Mittwoch aus dem Jolan-Viertel gemeldet, das seit Monaten ein wichtiger Stützpunkt der Aufständischen ist.

Noch 48 Stunden

Die US-Armee rechnet damit, die irakische Wiederstandshochburg Falluja innerhalb der kommenden 48 Stunden vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen. „Wenn alles wie geplant verläuft, werden wir binnen 48 Stunden die Kontrolle über die Stadt haben“, sagte ein US-Offizier in Falluja am Mittwoch. Um die Stadt von übrigen Widerstandsnestern „zu säubern“, seien nicht ein Mal zehn Tage nötig.

US-Einsatz von Phosphor-Waffen?

Beim Angriff auf Falluja haben US-Truppen laut “Washington Post” Phosphor-Waffen eingesetzt. Mehrere Artilleriegeschütze hätten Salven von weißen Phosphor-Granaten abgefeuert.

Diese hätten eine Feuerwand erzeugt, die nicht mit Wasser gelöscht werden konnte.

Aufständische hätten berichtet, dass sie mit einer chemischen Substanz angegriffen worden seien die ihre Haut zum Schmelzen gebracht habe, eine Reaktion die der Verbrennung mit weißem Phosphor entspreche. Ein Arzt eines örtlichen Krankenhauses, Kamal Hadeethi, habe berichtet dass die Leichen der Mudjaheddin die ins Krankenhaus gebracht wurden verbrannt gewesen seien, manche Leichen seien sogar geschmolzen gewesen.

In den nordirakischen Ortschaften Tikrit und Howeija haben sich am Mittwoch Hunderte von Bürgern zu Protestkundgebungen gegen die Offensive in Falluja versammelt. Wie ein Polizeioffizier mitteilte, blieben in Howeija bei Kirkuk außerdem Schulen und Behörden geschlossen, nachdem Aufständische zu einem Generalstreik aufgerufen hatten. Die Demonstranten zogen vor die Gebäude von Polizei und Nationalgarde und forderten die Sicherheitskräfte auf, die Befehle der Übergangsregierung nicht länger zu befolgen.
Andernfalls müssten sie mit Angriffen rechnen. In Tikrit hinderte die Polizei die rund 300 Demonstranten daran, zu einer Straße zu ziehen, die ständig von US-Truppen benutzt wird.

Gewalt im Irak

Die Offensive in Falluja zog andernorts im Irak eine Zunahme der Attacken auf Vertreter der Staatsmacht nach sich. In Mossul (Mosul), an der Nordspitze des so genannten sunnitischen Dreiecks, griffen Aufständische am Mittwoch eine Polizeipatrouille an. Dabei seien vier Polizisten und zwei irakische Passanten getötet worden, berichteten Augenzeugen in einem Krankenhaus der nordirakischen Stadt. Am Morgen hatten Rebellen außerdem zwei Polizeistationen in Mossul angezündet, ohne dass jemand verletzt wurde. Wie Augenzeugen weiter berichteten, attackierten die Aufständischen außerdem zwei türkische Tanklastwagen. Sie zündeten eines der Fahrzeuge an und verschleppten die beiden türkischen Fahrer.

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