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Fall Heidrun W.: Verdächtiger gibt Details zum Tod der Frau bekannt

In diesem Waldstück in Ofenbach soll Heidrun W. verunglückt sein
In diesem Waldstück in Ofenbach soll Heidrun W. verunglückt sein ©Einsatzdoku
Im Fall der seit über zehn Jahren vermissten Heidrun W. gibt es Neuigkeiten: Einer "Geheimakte" mit Angaben des Verdächtigen zum Tathergang zufolge geschah tatsächlich ein tödlicher Unfall, bei dem die stürzende Frau regelrecht "gepfählt" worden sein soll.
Keine Spur von der Leiche
U-Haft verlängert
Mordverdacht: Festnahme
"Es war ein Unfall"
Suche nach Heidrun W.
Wald wird durchkämmt
Geheimakte zum Fall W.

Die Unfallversion, die der tatverdächtige Tischler, der mit dem Tod von Heidrun W. zu tun haben soll, offiziell angab, bleibt aufrecht – laut einer “Geheimakte”, von der das Wochenmagazin “News” berichtet, hat er jedoch “mittlerweile weitaus mehr über die Hergänge des Todes der Frau berichtet, als bisher bekannt”. 

Heidrun W. stürzte rücklings ab

Der Mann, der seit 24. Mai in U-Haft ist, bleibt bei der Unfallversion.”News” zufolge erklärte der Mann nun in Vernehmungen, dass er einst auf Wunsch des Opfers mit ihm in ein Waldstück bei Ofenbach gefahren sei. Bei einer Wanderung über steile Gräben, “in Richtung einer einsamen Lichtung”, sei es dann zum Drama gekommen: “Ich voraus, Heidi hinter mir”, zitiert das Wochenmagazin den Tischler.

“Plötzlich spürte ich ihre Hand zwischen meinen Beinen und ich habe mit meinem rechten Fuß im Abrutschen zurückgetreten. Dabei traf ich sie am Oberkörper und sie fiel rücklings in die Tiefe.”

Tischler nach dem Vorfall in Panik

Aus den Ohren der Frau sei Blut gelaufen. “Ich versuchte sie (Heidrun W.) hochzuziehen, da merkte ich einen Widerstand. Ich musste den Kraftaufwand erhöhen, zog sie auf. Sie hatte die Augen offen, ich bekam die Krise.” “News” weiter aus der “Geheimakte”: “Sie war bei ihrem Sturz gepfählt worden.”

Dann sei er “in Panik” davongelaufen, so der Verdächtige. Eine Freundin des Mannes erinnert sich dem Wochenmagazin zufolge daran, dass der Tischler sie am Vormittag des 28. September 2001, dem Tag des Verschwindens von Heidrun W., per Handy angerufen und die Bitte geäußert hätte, ihn von Ofenbach abzuholen. Er habe sich, so erklärte er, bei einem Spaziergang im Wald verlaufen. Als ihn die Frau später am Straßenrand auflas, sei seine Kleidung “schmutzig” und er sehr nervös gewesen.

Verdächtiges Verhalten nach Verschwinden der Frau

Belastet wird der 41-Jährige laut “News” jetzt zudem von seiner Ex-Partnerin, mit der er von 2000 bis 2005 zusammen gelebt hatte. Ihren Angaben zufolge hatte er am mutmaßlichen Tattag “kaum getragene Turnschuhe, eine Jean und ein T-Shirt in den Mist geworfen” und “seinen Wagen gründlich gereinigt und die Sitzbezüge darin durch neue ersetzt”. Verschleierungsaktionen, die der Mann nicht ableugnet, berichtet das Magazin.

“Diverse Zeugen” würden überdies von weiteren auffälligen Handlungen und seltsamen Erzählungen des Tischlers seit Heidrun W.s Verschwinden erzählen, so “News” weiter. Nachweislich habe der Mann danach seine Waffen verkauft: Dolche, Pistolen, Gewehre. Immer wieder habe er darüber geredet, “wie schiach” es sei, “tote Menschen mit offenen Augen anzublicken”; und dass er “vielleicht die vermisste Kindergartenhelferin aus Wiener Neustadt in einem Wald erstochen oder erschlagen” habe.

Leiche von Vermisster aus Wiener Neustadt verschwunden

Am 28. September 2001 hatte die Frau ihren sechsjährigen Sohn zu Mittag von der Schule abholen wollen, kam dort aber nie an und blieb verschwunden. Mittlerweile wurde sie für tot erklärt. Der Fall wird seit einigen Monaten vom Cold Case Management im Bundeskriminalamt neu aufgerollt. Vergangene Woche fand in einem Waldstück bei Lanzenkirchen – Ofenbach in der Buckligen Welt eine großangelegte polizeiliche Suche nach der Leiche von Heidrun W. statt, die jedoch negativ verlief.

(apa/red)

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