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Falcos 10. Todestag - Vom Aufstieg und Fall des Hans Hölzel

APA
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Der unstrittig größte Wiener Popstar kam am 6. Februar 1998 bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik ums Leben. Nach 10 Jahren ist er immer noch eine fixe Größe in Österreich.

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“Falco – der Wiener, der den Musikhimmel sah”, betitelte die APA am 7. Februar 1998 das Porträt des Musikers, kurz nachdem in Österreich bekannt geworden war, dass er am Vortag in der Dominikanischen Republik im 41. Lebensjahr bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Ob seither im Himmel oder nicht – durch posthume Musik-Veröffentlichungen, Musiktheater-Produktionen wie “Falco meets Amadeus” oder “Falco. A Cyber Show”, Filmprojekte und Erbschafts-Streitigkeiten wurde die Erinnerung an Hans Hölzel wach gehalten.

Vor einem Jahr wurde sein 50. Geburtstag groß gefeiert – der heurige 10. Todestag wird naturgemäß stiller begangen – dafür mit einem Kinofilm über das Leben des Popstars.

Johann Hölzel wurde am 19. Februar 1957 in Wien geboren. “Er brüllte vom ersten Moment an sehr laut. Die Hebamme reichte mir das Kind mit den Worten: Hier, Frau Hölzel, da haben sie ihren Sängerknaben”, zitiert Peter Lanz in seiner Falco-Biografie die Mutter, die zeitlebens Falcos wichtigste Vertrauensperson bleiben sollte. Nach der Trennung der Eltern wuchs Hans unter der Obhut seiner Mutter und seiner Großmutter auf. Mit 16 Jahren verließ er die Schule und hielt sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs über Wasser. Sein vorzeitig absolvierter Präsenzdienst machte ihm wesentlich mehr Spaß als ein Job bei der Pensionsversicherungsanstalt, den ihm seine Mutter besorgt hatte. Die von der Mutter für den Sohn erhoffte Beamtenkarriere war definitiv nichts für ihn.

Hans Hölzel begann Bassgitarre zu spielen, besuchte kurzzeitig das Wiener Musikkonservatorium und übersiedelte für einige Zeit nach Berlin, wo er erste Musikauftritte absolvierte. In Wien spielte er Ende der siebziger Jahre mit der durchaus erfolgreichen Kommerzband “Spinning Wheel”, aber auch beim “Ersten Wiener Musiktheater” (der späteren “Hallucination Company”) und schließlich bei den “Drahdiwaberl” rund um Stefan Weber. Hier trat der Bassist, der sich – inspiriert durch den DDR-Skispringer Falko Weißpflog – nun Falco nannte und dazu immer mehr eine passende Kunstfigur schuf, erstmals auch als Sänger ins Rampenlicht. Die Nummer “Ganz Wien” fand sich auch auf der ersten Solo-LP des Falken, der 1982 erschienenen “Einzelhaft”, die zu einem Riesenerfolg wurde. Von der Singleauskoppelung “Der Kommissar” wurden sieben Millionen Tonträger weltweit verkauft.

Das zweite Album “Junge Römer” (1984) verkaufte sich schwächer als das Debüt, doch 1985 begann ein noch nie da gewesener Höhenflug: Die LP “Falco 3” und die Singles “Vienna Calling” und “Jeanny” wurden europaweit zum Verkaufsschlager, mit “Rock Me Amadeus” gelangte Falco als erster deutschsprachiger Popmusiker im März 1986 an die Spitze der US-Charts. Falco war auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Die Nachfolgealben “Emotional” (1986), “Wiener Blut” (1988), “Data De Groove” (1990) und “Nachtflug” (1992) konnten nie an die erreichten Erfolge anschließen. Erst das 1998 posthum veröffentlichte Album “Out of the Dark”, an dem Falco bis zuletzt gearbeitet hatte, wurde wieder ein überragender Verkaufs-Hit.

Während die Kunstfigur Falco auch aus dem Widerstand gegen das kleinbürgerliche Milieu geschaffen wurde, sehnte sich Hans Hölzel offenbar mehr als er zugeben wollte nach privatem Glück. Dass er dieses immer nur kurzfristig erreichte – dafür war er, das war ihm nur allzu bewusst, auch selbst verantwortlich: Wenn ihn wieder einmal eine seiner rasch wechselnden Lebensgefährtinnen verlassen hatte, pflegte er auf die Frage nach dem Grund dafür selbstironisch zu antworten: “Na, ich natürlich!” Dass ein Vaterschaftstest nachwies, dass seine Tochter Katharina Bianca doch nicht von ihm war, traf ihn dennoch tief. Der Drogenkonsum, den er immer wieder auch zum Thema von Songs gemacht hatte (“Mutter, der Mann mit dem Koks ist da”), begleitete sein Leben und wohl auch seinen Tod.

Dass der Mythos Falco lebendig geblieben ist, beweisen nicht zuletzt die DVD-Projekte, TV-Sendungen und das Filmprojekt, die rund um den Todestag angeboten werden. Und kaum eine Liedzeile wird wohl in den Würdigungen häufiger zitiert als diese: “Muss ich denn sterben, um zu leben?” So gesehen ist Hans Hölzel trotz allen zwischenzeitlichen Weltruhms ein echter Wiener geblieben.

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