AA

Fake News, Corona-Kritiker und die Pandemie in Vorarlberg

Die digitale Kommunikationslücke: Fake News, Jugendliche und die Corona-Krise in Vorarlberg.

Die Corona-Pandemie hat die Welt auf den Kopf gestellt und die Menschen vor zahlreiche Herausforderungen gestellt.

Digitale Kommunikation

Eine davon war die Kommunikation, insbesondere die digitale Kommunikation, die laut dem Corona-Bericht des Landes Vorarlberg zu wenig Beachtung fand. Besonders bei jungen Zielgruppen wurde festgestellt, dass die digitalen Kanäle nicht ausreichend genutzt wurden. Experten empfehlen daher, diese Kanäle frühzeitig aufzubauen und nicht erst in Krisenzeiten damit zu beginnen.

Gegenstimmen

Ein weiteres Problem war das Aufkommen von Gegenstimmen zur wissenschaftlichen Meinung und die zunehmende Kritik an den Maßnahmen und dem System. Dies wurde teilweise auf die Informationsflut und die "langweilige" Sachlichkeit der offiziellen Kommunikation zurückgeführt. Es zeigten sich Ermüdungserscheinungen in den offiziellen Informationsbemühungen, während "Corona-Kritiker" mit "neuen Informationen", "logischen Erklärungen", "schnellen Lösungen" und Emotionen auf zunehmendes Interesse stießen.

"Dauerexposition"

Die Parteipolitik und das Bemühen der politischen Parteien, die Krise als Reputationsbooster zu nutzen, stellten eine zusätzliche Herausforderung dar, mit offiziellen Botschaften durchzudringen. Die "Dauerexposition" des Themas trug zur Polarisierung bei, obwohl es in der Bevölkerung ein Bedürfnis nach täglichen News und Informationen gab. Die "Dauerkommunikation" erweckte jedoch den Eindruck, dass es nur noch ein Thema gab oder dass "man uns etwas verkaufen will".

Wissenschaftskommunikation und Fake News

Um Fake News wirksam zu begegnen, schlagen Experten verschiedene Lösungen vor. Dazu gehören die "Stärkung des Journalisten", die "Förderung von Redakteuren statt von Medien" und mehr Wissenschaftskommunikation. Es wird auch ein intensiver Lernprozess im Bereich der Social Media-Kompetenz gefordert, sowohl für öffentliche Institutionen als auch für die Bevölkerung. Ein weiterer Vorschlag ist die Einführung eines Schulfachs "Medienkompetenz".

Vertrauenswürdige Quellen

In Krisenzeiten sind vertrauenswürdige Absender von Botschaften besonders wichtig. Laut den befragten Experten sind dies zuallererst Wissenschaftler und "Fachleute an steuernder Stelle in der Politik". Danach folgen Qualitätsmedien und Personen und Institutionen, die auch ohne Krise eine vertrauenswürdige Quelle sind. Es wurde jedoch festgestellt, dass sich die Vertrauenswürdigkeit von Land zu Land unterscheidet. In einigen Ländern, wie den nordischen Ländern und Italien, haben Uniformträger positiv zur Glaubwürdigkeit der Information beigetragen, während dies in Österreich kontraproduktiv war.

Die Lehren

Die Lehren aus dem Corona-Bericht des Landes Vorarlberg sind klar: Man muss die Kommunikationsstrategien überdenken und verbessern, um in zukünftigen Krisen besser vorbereitet zu sein

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Coronavirus
  • Fake News, Corona-Kritiker und die Pandemie in Vorarlberg