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Fairtrade-Produkte immer beliebter

Der Absatz von Fairtrade-Produkten hat 2006 dem Lebensmittelhandel Umsätze von 42 Mio. Euro - um 63 Prozent mehr als 2005 - in die Kassen gespült.

Das Potenzial für Waren mit dem Etikett Bio oder dem Label „soziale Verantwortung“ wird im Österreich im Food-Bereich auf rund 25 Prozent der Haushalte geschätzt. Ein Plafond, den Fairtrade nach Angaben von Geschäftsführer Georg Gruber noch lange nicht erreicht hat. Maximal ein Fünftel eines möglichen Marktvolumens sei bisher in Österreich ausgeschöpft, sagte Gruber anlässlich der Eröffnung der Fairtrade-Wochen im österreichischen Einzelhandel am Dienstag bei einer Pressekonferenz. „Wir sind mehr als eine kleine Nische für Insider geworden.“ Mittlerweile würden auch alle großen Lebensmittelketten Fairtrade-Produkte in ihrem Sortiment führen.

9 von 10 Bio-Bananen, die im Vorjahr in Österreich über den Ladentisch wanderten, waren mit dem Fairtrade-Label zertifiziert, so Gruber. Rund 20 Prozent der heimischen Bananenumsätze gehen mittlerweile auf das Konto von Fairtrade-Produzenten. Beim Kaffee besitze die Marke Organico, ebenfalls ein zertifiziertes Unternehmen, einen wertmäßigen Marktanteil von 3,5 bis 4 Prozent am heimischen Kaffeemarkt.

Die höchsten Absätze von Waren mit dem Fairtrade-Label erreichten im Vorjahr neben Bananen (+108 Prozent) noch Schokolade (+30 Prozent), Kaffee (+31 Prozent) sowie Fruchtsaft (+140 Prozent). Rund 8,8 Mio. Euro von den insgesamt 42 Mio. Euro an erwirtschafteten Umsätzen sind an die Bauernkooperationen in den jeweiligen Entwicklungsländern zurückgeflossen, gab Fairtrade bekannt. Für das laufende Jahr rechnet der Fairtrade-Geschäftsführer mit einem Umsatzplus von mehr als 30 Prozent. Bereits im Vorjahr sei das Wachstum primär organisch gewesen – ein Trend, der sich fortsetzen werde. Schließlich habe „ethisches Einkaufsverhalten eine große Zukunft“, zeigte sich Gruber überzeugt.

Unterstützt wird Fairtrade dabei von Geldern der jeweiligen Trägerorganisationen wie Caritas oder WWF sowie der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA). Aber auch heimische Wirtschaftstreibende werden verstärkt im Bereich „Social Sponsoring“ für Fairtrade tätig, wie etwa Raiffeisen, Investkredit oder auch Böhler-Uddeholm.

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