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"Fair gehandelte Ware"

Der Discounter Lidl wird künftig "fair gehandelte Ware" aus der Dritten Welt in das Programm aller seiner 2.700 Filialen in Deutschland aufnehmen. Mehrheit der Produkte wird Bio-Qualität haben.

Wie Lidl am Donnerstag am Firmensitz Neckarsulm mitteilte, sei ein entsprechender Vertrag mit dem „Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der Dritten Welt e.V TransFair“ unterzeichnet worden.

Damit sei Lidl die erste Handelskette, die ein komplettes Fairtrade-Sortiment unter einer Eigenmarke, nämlich „Fairglobe“, ins Sortiment aufnehme, sagte Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair, nach der Vertragsunterzeichnung.

Lidl-Sprecher Thomas Oberle sagte, sein Unternehmen wolle damit das wachsende Bedürfnis der Kundschaft nach einem verantwortungsvolleren und bewussteren Umgang mit Lebensmitteln erfüllen. Zum Angebot zählten unter anderem Bio-Kaffee, Bio-Bananen, Orangensaft, Schokolade sowie brauner Rohrzucker aus Guatemala, Honduras, Mexiko, Ghana, Malawi oder Somalia. „Fair gehandelte Ware“ dürfte bei Lidl je nach Produkt „etwa um die Hälfte teuerer sein“, sagte Oberle. Die Mehrheit der Produkte werde Bio-Qualität haben.

Overath betonte, der gemeinnützige Verein TransFair mit Sitz in Köln, hinter dem unter anderem UNICEF, „Brot für die Welt“ und „MISEREOR“ stehen, sei erfreut, mit Lidl in ein völlig neues Segment hineinzukommen. Damit bekämen die Bauern in der Dritten Welt einen größeren Zugang zum Weltmarkt. Da Lidl das Sortiment unter der Eigenmarke „Fairglobe“ ins Programm aufnehme, sei auch gesichert, dass es sich um ein langfristiges Engagement handele, sagte Oberle. FairTrade-Kriterien sind nach Overaths Worten unter anderem: Menschenwürdige Arbeitsbedingungen, faire Löhne, Verbot von Kinderarbeit, Gewerkschaftsfreiheit und Schutz der Natur.

Der derzeitige Umsatz in Deutschland mit „fair gehandelten Waren“ liegt nach den Worten von Overath bei rund 60 Mio. Euro. In Europa beträgt der Umsatz etwa 1,4 Mrd. Euro.

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