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Fahrstilabhängige Tarife: Versicherer noch zurückhaltend

UNIQA plant Telematik-Tarife ab 2016
UNIQA plant Telematik-Tarife ab 2016
Österreichische Versicherungen sind bezüglich einer Einführung von Telematik-Tarifen in der Autoversicherung, bei denen Verhalten des Fahrers technisch erfasst und in die Prämienberechnung einbezogen wird, derzeit großteils noch zurückhaltend. Die UNIQA Versicherung bereitet aber einen Telematik-Tarif vor.

Das bestätigt das Unternehmen einen Bericht der “Kleinen Zeitung”.

Eingeführt werden könnte er im Laufe des kommenden Jahres. Die anderen großen Autoversicherer Generali, Allianz und Wiener Städtische wollen solche Tarife aktuell nicht einführen und beobachten den Markt. Die Allianz Österreich hat eine Telematik-Assistance-Leistung für Firmenkunden.

“Pay as you drive”-Tarife: Vielerorts in Europa üblich

In anderen europäischen Ländern sind solche “Pay as you drive” (Zahle wie Du fährst)-Tarife bereits üblich. In Deutschland arbeiten die großen Autoversicherer HUK-Coburg und Allianz mit zusammen rund 18 Millionen Kunden an einer Einführung, berichtete Anfang August die dpa.

Telematik-Box im Auto oder via App

Bei der UNIQA basiert der geplante Telematik-Tarif auf dem im Jahr 2007 eingeführten bestehenden Produkt “SafeLine”, mit dem die Kunden bereits eine Telematik-Box im Auto bzw. eine App fürs Smartphone haben. Das Gerät erkennt beispielsweise mittels Crash-Sensor Unfallsituationen und meldet sie an eine Notrufzentrale. Zusätzlich gibt es einen Notfallknopf. Wird das Auto gestohlen, kann es geortet werden. Wenigfahrer können sich mit SafeLine bis zu 25 Prozent ihrer Prämie sparen. Aktuell gibt es rund 50.000 SafeLine-Nutzer, das sind laut UNIQA rund zehn Prozent der potenziellen Nutzer.

Prämienvorteile durch Bonus

Der Telematik-Tarif könnte aus heutiger Sicht im Laufe des Jahres 2016 eingeführt werden, sagte Alois Dragovits, Leiter Versicherungstechnik Sach und Kfz bei UNIQA Österreich, am Mittwoch zur APA. Jugendliche beispielsweise, die oft nicht die Prämienvorteile von älteren Fahrern lukrieren können, könnten einen Bonus erhalten, etwa bei Verzicht auf die Handy-Nutzung während der Fahrt. Zum Thema Datenschutz verweist Dragovits darauf, dass SafeLine bei der Einführung diesbezüglich bereits auf Herz und Nieren geprüft worden sei. Aufgezeichnet würden beispielsweise die gefahrenen Autobahnkilometer, nicht aber, auf welchen Autobahnen jemand gefahren sei.

Privatsphäre: Österreicher stehen Angeboten “reserviert gegenüber”

Die Generali-Gruppe ist mit dem Kauf von der Londoner MyDriveSolutions, die Lösungen für die Analyse von Fahrzeugdaten anbietet, für den Telematik-Einsatz gerüstet, so Generali-Vienna-Vorstand Walter Kupec laut “Kleine Zeitung”. Nachsatz: “Bei Bedarf”. Aktuell stünden die österreichischen Kunden solchen Angeboten reserviert gegenüber, der Schutz der Privatsphäre und persönlicher Daten habe dabei einen hohen Stellenwert. Man werde die künftigen Entwicklungen weiter genau beobachten.

Die Allianz Österreich bietet seit Ende 2014 eine Telematik-Lösung für Firmenkunden an, die nach Angaben der Versicherung maßgeschneidert für KMU mit 5 bis 50 Fahrzeugen ist. Sie ergänzt die Kfz-Versicherung um Hilfeleistungen wie einen automatischen Notruf und Funktionen zur Effizienzsteigerung und auch als digitales Fahrtenbuch. Das Produkt befinde sich in der Einführungsphase, man stoße bei Gewerbekunden durchaus auf Interesse, hieß es aus der Allianz zur APA. Bei Privatkunden sehe man aktuell “die risikotechnischen Grundlagen für eine Tarifgestaltung als nicht ausreichend” an.

Die Wiener Städtische Versicherung plane derzeit keinen Telematik-Tarif in der Kfz-Versicherung einzuführen, beobachte aber “die Entwicklungen mit der notwendigen Aufmerksamkeit”, so das zur Vienna Insurance Group (VIG) gehörende Unternehmen. (APA)

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