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Fähre in Zyklon vor Madagaskar vermisst

Rund 100 Menschen sind möglicherweise vor Madagaskar auf einer vermissten Fähre ums Leben gekommen. Das Schiff war in einen tropischen Zyklon geraten.

Seit Sonntagabend habe es keine Verbindung mehr zu der Fähre „Samson” gegeben.

Wie die Behörden am Dienstag mitteilten, hätte die Fähre am Montag in der Früh in Mahajanga im Nordwesten Madagaskars anlegen sollen. Die „Samson” habe die Insel Anjouan auf den Komoren verlassen und sei auf dem Weg nach Mahajanga gewesen, sagte ein Vertreter eines Fischereiunternehmens.

Viele Familienmitglieder und Freunde der Passagiere warteten am Montag am Hafen vergeblich auf die Ankunft. Zuletzt habe es am Sonntagabend Kontakt zur Fähre gegeben, als sie rund 90 Seemeilen nördlich von Mahajanga war, dem zweitwichtigsten Handelshafen Madagaskars.

Madagaskar hatte am Samstag Sturmwarnung gegeben, als der Zyklon „Gafilo” sich näherte. Der Zyklon hatte eine Windgeschwindigkeit von bis zu 200 Kilometern pro Stunde erreicht. Auf der Insel selbst seien in dem Sturm 18 Menschen ums Leben gekommen, berichtete das staatliche Radio. Möglicherweise werde die Zahl der Opfer noch steigen. Mindestens 50.000 Menschen hätten ihr Obdach verloren. Das Tiefdruckgebiet war eines der schwersten, das in den vergangenen zehn Jahren über die Insel hinwegzog.

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