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Facebook: Hat Faymann falsche "Freunde"?

Bundeskanzler Werner Faymann
Bundeskanzler Werner Faymann ©APA
Der Facebook-Auftritt von Bundekanzler Werner Faymann erntet harsche Kritik. Das Magazin „Datum“ berichtet, dass  die wenigen Freunde, die positive Kommentare zu Faymanns Einträgen abgeben, nicht echt sind.

Social Media-Expertin Judith Denkmayr nimmt an, dass zumindest hinter einem Teil der Autoren die immer positiv zu den Einträgen des Bundeskanzlers posten, keine echten User stehen. „Datum“ listet einige Nutzer auf, auf deren Profilen sich bis auf das Interesse für Faymanns Facebook-Seite keine weiteren Informationen finden. Ein Fan Faymanns nutzt als Profilbild ein kostenpflichtiges Foto der Bildagentur „iStockphoto“.

Denkmayr ist die Chefin der Social-Media-Agentur „Digital Affairs” und vermutet hinter den Accounts sogenanntes “Astroturfing”. Mittels “Astroturfing” versuchen PR-Agenturen den Eindruck einer spontanen, unabhängigen Meinungsäußerung zu erwecken. Ausdruck und Schreibweise der Kommentare seien jedenfalls verdächtig ähnlich.

Ob die Profile echt sind oder, falls nicht, wer hinter ihnen stehe, konnte das Magazin nicht herausfinden. Die Frage, ob die Accounts vom Social-Media-Team des Bundeskanzlers angelegt wurden, verneinte  Angelika Feigl, Faymanns Social-Media-Beauftragte.

Stattdessen verweist Feigl auf die 195.000 Beitragsaufrufe die es in den ersten Tagen gegeben hat, täglich gebe es 2.000 aktive User. „Datum“ hält dem entgegen, das die meisten zweifelsfrei echten Kommentare sich negativ äußern würden.

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